Die Sommer in Deutschland werden nicht nur wärmer, sondern auch gefährlicher – und das mit tödlichen Konsequenzen. Wie das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau mitteilt, sind in den beiden vergangenen Jahren jeweils rund 3.000 Menschen infolge starker Hitze ums Leben gekommen. Besonders betroffen: ältere Menschen über 75 mit Vorerkrankungen wie Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronischen Lungenleiden.
Die Analyse des UBA zeigt, dass bereits einzelne heiße Tage das Sterberisiko deutlich erhöhen können – vor allem dann, wenn auch in der Nacht keine ausreichende Abkühlung erfolgt. Der Körper kann sich unter solchen Bedingungen kaum erholen, was insbesondere bei gesundheitlich vorbelasteten Menschen lebensbedrohlich werden kann.
Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, Hitze als ernstzunehmende Gesundheitsgefahr zu begreifen. Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur ein ökologisches, sondern auch ein gesundheitspolitisches Problem. Hitzeschutzpläne, eine bessere Aufklärung sowie die gezielte Unterstützung besonders gefährdeter Gruppen werden in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen müssen.
Das UBA mahnt: Es ist höchste Zeit, Maßnahmen zu ergreifen – denn mit dem nächsten heißen Sommer ist sicher zu rechnen.