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Jung, mutig, selbstständig: Zahl der Gründungen in Deutschland steigt wieder

geralt (CC0), Pixabay

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wagen wieder mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit. Wie eine aktuelle Studie der Förderbank KfW zeigt, stieg die Zahl der Existenzgründungen im Jahr 2024 um rund 17.000 auf insgesamt 585.000 – ein Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gründungslust kehrt damit zurück, und das in einer Zeit, die von Inflation, geopolitischen Spannungen und einem schwächelnden Arbeitsmarkt geprägt ist.

Ein entscheidender Faktor für den Anstieg: der abkühlende Arbeitsmarkt. „Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass sich mehr Menschen für die Selbstständigkeit entscheiden – sei es aus Überzeugung oder aus Mangel an Alternativen“, heißt es in der Studie. Gerade in Phasen geringer Jobchancen erweist sich die Gründung eines eigenen Unternehmens für viele als Chance, selbstbestimmt und flexibel den eigenen Weg zu gehen.

Besonders bemerkenswert ist das sinkende Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer. Mit 34,4 Jahren waren sie im Jahr 2024 so jung wie nie zuvor. Zum Vergleich: Anfang der 2000er-Jahre lag das Durchschnittsalter noch zwischen 37 und 38 Jahren. Diese Entwicklung deutet auf einen Mentalitätswandel hin – hin zu mehr Risikobereitschaft, Innovationsdrang und dem Wunsch nach Unabhängigkeit schon in jungen Jahren.

Die Zahlen der KfW zeigen: Der Gründungsgeist in Deutschland lebt – und wird zunehmend von einer neuen, jüngeren Generation getragen, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, Ideen umzusetzen und die Wirtschaft mit frischem Elan mitzugestalten. In einer Zeit des Umbruchs könnte genau das zum entscheidenden Impuls für neue Dynamik und Zukunftsfähigkeit werden.

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