Zum 200. Geburtstag von Johann Strauss II. hat die Europäische Weltraumorganisation ESA dem „Walzerkönig“ ein ganz besonderes Denkmal gesetzt – und seine Musik zu den Sternen geschickt. Der weltberühmte Walzer „An der schönen blauen Donau“ wurde aus Spanien per Antenne ins Weltall gesendet – getragen von elektromagnetischen Wellen, die sich nun durch das Universum ausbreiten.
Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die ungewöhnliche Hommage. Mit dieser poetischen Geste solle nicht nur das musikalische Erbe des österreichischen Komponisten gewürdigt werden, sondern auch eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft geschlagen werden.
Der berühmte Walzer, der seit seiner Uraufführung 1867 die Welt verzaubert und spätestens durch Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ selbst zu einem musikalischen Symbol für die Weite des Kosmos geworden ist, nimmt nun sprichwörtlich Kurs auf die Unendlichkeit. Während sich die sanften Walzerklänge in Form elektromagnetischer Signale mit Lichtgeschwindigkeit ins All bewegen, bleibt offen, ob sie jemals von jemandem empfangen werden – sei es von fremden Zivilisationen oder einfach als leiser Gruß an das Universum.
Die Aktion verbindet Wissenschaft und Kultur auf inspirierende Weise – ein leiser, aber bedeutungsvoller Beweis dafür, dass auch in der technischsten aller Disziplinen Platz für Schönheit, Geschichte und Menschlichkeit ist. Strauss’ Walzer – einst der Klang des Ballsaals – tanzt nun durch das All.