Fast zwei Jahrzehnte nach dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Madeleine „Maddie“ McCann rollt die Justiz den Fall erneut auf. Seit dem frühen Morgen durchsuchen deutsche und portugiesische Ermittler gemeinsam ein Gebiet an der Algarveküste in Portugal – nicht weit vom damaligen Urlaubsort der Familie McCann entfernt.
Die dreijährige Maddie war im Mai 2007 spurlos aus einem Ferienapartment im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Ihr Schicksal bewegt bis heute Millionen Menschen weltweit – auch, weil der Fall trotz intensiver Ermittlungen nie endgültig aufgeklärt werden konnte.
Nun steht wieder ein deutscher Verdächtiger im Zentrum: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führt die Ermittlungen und geht mittlerweile von einem Tötungsdelikt aus. Im Fokus steht ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter aus Deutschland, der sich zur Tatzeit in der Nähe des Urlaubsortes aufgehalten haben soll. Ob neue Hinweise zu der nun gestarteten Suchaktion geführt haben, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Die aktuelle Durchsuchung an der Algarve wird von großem medialen Interesse begleitet. Für die Ermittler ist sie Teil eines der hartnäckigsten und emotional aufgeladensten Kriminalfälle der letzten Jahrzehnte. Ob diese neuerliche Spurensuche entscheidende Hinweise bringt, bleibt vorerst offen – doch die Hoffnung auf Antworten lebt weiter.