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Mit einem Glas Wein gegen Trump: Wie ein Familienbetrieb in New York die US-Zollpolitik herausforderte

MIH83 (CC0), Pixabay

Was als juristische Auseinandersetzung zwischen Präsident Donald Trump und der amerikanischen Justiz begann, entwickelte sich zu einem unerwarteten Triumph für einen kleinen Familienbetrieb aus New York: VOS Selections, ein von Vater und Tochter geführtes Weinunternehmen, wurde zum Hauptkläger in dem Verfahren, das kürzlich zur blockierten Umsetzung von Trumps globalen Strafzöllen führte.

Am Mittwoch entschied ein US-Bundesgericht, dass Trump mit seinen umfassenden Zöllen – etwa gegen China, Kanada und Mexiko – seine rechtlichen Befugnisse überschritten habe. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die amerikanische Wirtschaft und den Welthandel haben.

Ein Gerichtsurteil mit weltweiten Auswirkungen

Die Klage gegen das Weiße Haus hatte der Gründer von VOS Selections, Victor Schwartz, gemeinsam mit seiner Tochter Chloe eingereicht – und mit Unterstützung der libertären Kanzlei Liberty Justice Center gewonnen. Für Schwartz, der sein Unternehmen vor 40 Jahren gegründet hatte, war dieser Schritt keineswegs geplant:

„Ich wollte einfach nur großartige Weine aus der ganzen Welt nach New York bringen und mit Menschen teilen, die das ebenso schätzen“, sagte er gegenüber CNN.

Doch als Trump neue, nahezu flächendeckende Strafzölle auf Produkte aus fast allen US-Handelspartnerländern ankündigte, sah sich Schwartz gezwungen, aktiv zu werden.

„Solche Zölle sind wie ein Schraubenschlüssel im Getriebe. Für kleine Firmen wie uns sind sie existenzbedrohend.“

Die Zölle trafen die Kleinen am härtesten

VOS Selections importiert Wein, Sake und Spirituosen von kleinen Produzenten aus Ländern wie Frankreich, Japan oder dem Libanon. Gerade solche Importe waren unter Trumps Zollpolitik massiv verteuert worden – für kleine Firmen mit begrenzten Rücklagen ein kaum tragbares Risiko.

„Große Konzerne können so etwas oft aussitzen. Wir nicht“, so Schwartz.

Gemeinsam mit vier weiteren kleinen Unternehmen – darunter ein Fahrradbekleidungshersteller und ein Online-Shop für Angelausrüstung – klagte VOS gegen die Zollmaßnahmen. Und gewann.

Ein Sieg für viele – mit offenem Ausgang

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig: Die Trump-Regierung hat umgehend Berufung eingelegt, und der Fall könnte letztlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA landen. Doch die Signalwirkung ist groß – auch für andere Mittelständler und Verbraucher weltweit.

„Wir haben die Zölle zurückgeschlagen. Das verändert alles“, sagte Schwartz. Die Freude über das Urteil feierte er – wie könnte es anders sein – mit einem guten Glas Wein.


Fazit: Der kleine Weinladen, der Geschichte schrieb

Die Entscheidung des Gerichts ist ein symbolträchtiger Sieg für kleine Unternehmen, die sich gegen politische Entscheidungen mit globaler Tragweite zur Wehr setzen. Und sie zeigt: Selbst aus einer kleinen Weinkellerei in New York heraus kann man Einfluss auf das große Ganze nehmen – mit Überzeugung, Mut und einem starken juristischen Beistand.

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