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Fünf tote Wale innerhalb einer Woche in der San Francisco Bay – Forscher schlagen Alarm

diego_torres (CC0), Pixabay

In der vergangenen Woche wurden fünf tote Grauwale in der San Francisco Bay Area entdeckt. Damit steigt die Gesamtzahl der gestrandeten Wale in der Region im Jahr 2025 auf 14, wie die California Academy of Sciences am 28. Mai bestätigte.

Die toten Tiere wurden an unterschiedlichen Orten gefunden – darunter Alcatraz, Point Bonita, Berkeley, Southeast Farallon Island und Bolinas. Die betroffenen Tiere umfassten einen einjährigen Jungwal, einen Subadulten sowie drei ausgewachsene Grauwale, die zwischen dem 21. und 26. Mai entdeckt wurden.

Überdurchschnittlich viele Wal-Todesfälle im Jahr 2025

Mit insgesamt 13 Grauwalen und einem Zwergwal handelt es sich laut der Akademie um ein ungewöhnlich hohes Sterbejahr. Ähnlich hohe Zahlen wurden zuletzt 2019 (14 Tote) und 2021 (15 Tote) gemeldet – während des sogenannten „Unusual Mortality Event“, das mit einem dramatischen Rückgang der östlichen Nordpazifik-Grauwalpopulation um rund 45 % einherging.

Die Ursachen für die Todesfälle bleiben häufig unklar, da die Tiere entweder bereits zu stark verwest sind oder sich an schwer zugänglichen Orten befinden, was eine Untersuchung (Nekropsie) erschwert.

Mehr Sichtungen, mehr Risiken

Neben den Todesfällen verzeichnete die Akademie in diesem Jahr auch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Sichtungen lebender Grauwale: Insgesamt 33 Tiere wurden in der Bucht beobachtet – im Vergleich zu nur vier Sichtungen im Jahr 2024. Die Wale befinden sich derzeit auf ihrer jährlichen Wanderung zu arktischen Nahrungsgründen und dürften die Bucht innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen verlassen.

Die Forscher untersuchen derzeit die Ursachen für diesen plötzlichen Anstieg an Sichtungen – und möglicherweise auch an Todesfällen.

Kollisionen mit Schiffen als mögliche Todesursache

Obwohl die genaue Todesursache der jüngsten fünf Wale noch unklar ist, weisen Fachleute darauf hin, dass Schiffskollisionen eine erhebliche Gefahr darstellen – von großen Frachtern bis hin zu Segelbooten. Die Akademie warnt:

„Grauwale haben oft ein sehr niedriges Profil im Wasser, wodurch sie schwer zu erkennen sind – ganz im Gegensatz zu Arten wie Buckelwalen.“

Alle Bootsführer in der Bucht werden eindringlich gebeten, besonders wachsam zu sein und ihre Geschwindigkeit zu reduzieren, um weitere Unfälle zu vermeiden.

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