Seit gestern sorgen Bombendrohungen gegen mehrere Schulen in Österreich für Unruhe und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Laut Angaben der Behörden gingen Drohungen in verschiedenen Bundesländern ein, was in mehreren Fällen zu Polizeieinsätzen und vorsorglichen Evakuierungen geführt hat.
Die Hintergründe der Drohungen sind derzeit noch unklar. In keinem der bislang bekannten Fälle wurden explosive Stoffe gefunden. Dennoch nehmen die Sicherheitsbehörden die Bedrohungslage ernst. Die betroffenen Schulstandorte wurden nach dem Eintreffen der Drohungen systematisch durchsucht. Sprengstoffexperten und Spürhunde kamen zum Einsatz.
Ermittlungen auf Hochtouren
Das Bundeskriminalamt sowie die Landespolizeidirektionen haben die Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob es sich um koordinierte Aktionen oder Einzeltäter handelt. Auch mögliche Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen im Ausland werden untersucht.
Ein Sprecher des Innenministeriums betonte, man gehe mit „höchster Sensibilität und Nachdruck“ vor. Gleichzeitig appellierte man an die Bevölkerung, keine Panik zu verbreiten und Spekulationen zu vermeiden.
Unterricht teilweise ausgesetzt
An einigen Schulen wurde der Unterricht unterbrochen oder für den Tag ganz eingestellt. Lehrerinnen und Lehrer bemühten sich, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern über die Situation ruhig und transparent zu informieren. In den meisten Fällen wurde der Schulbetrieb nach der Entwarnung wieder aufgenommen.
Die Behörden rufen dazu auf, verdächtige Hinweise oder Beobachtungen umgehend zu melden. Auch strafrechtlich wird hart durchgegriffen: Wer Bombendrohungen verbreitet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen – selbst bei einem sogenannten „Scherz“ handelt es sich um eine ernstzunehmende Straftat.
Die Ermittlungen dauern an.