Dark Mode Light Mode

Personalnot in Deutschlands Bädern: Jeder dritte Betrieb sucht noch Fachkräfte

TaniaVdB (CC0), Pixabay

Zum Start der Freibadsaison schlagen Deutschlands Hallen- und Freibäder Alarm: Eine aktuelle Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt, dass viele Bäder unter erheblichen Personalengpässen leiden. Demnach hatten zu Beginn des Monats 38 Prozent der befragten Bäder noch nicht alle Stellen besetzt.

Besonders dramatisch ist die Lage in mehr als jedem vierten Bad – dort waren sogar über zehn Prozent der Positionen unbesetzt. Das hat direkte Auswirkungen auf die Besucherinnen und Besucher: Verkürzte Öffnungszeiten oder verspätete Saisonstarts in Freibädern sind häufig die Folge.

Die Ursachen für die angespannte Personalsituation sind vielfältig: Der Mangel an ausgebildeten Fachangestellten für Bäderbetriebe, unattraktive Arbeitszeiten, befristete Verträge und zum Teil geringe Entlohnung machen es vielen Kommunen schwer, ausreichend Personal zu gewinnen und zu halten.

Der VKU fordert daher eine stärkere politische und gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit im Schwimmbadbetrieb. Dazu gehöre nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch gezielte Ausbildungsinitiativen und langfristige Beschäftigungsperspektiven. Denn neben der Freizeitfunktion erfüllen Schwimmbäder auch wichtige Aufgaben im Bereich der Schwimmausbildung und Gesundheitsvorsorge.

Ob in ländlichen Regionen oder Großstädten – die Personalnot betrifft Bäder bundesweit. Für die Besucher heißt das: Auch bei sommerlichen Temperaturen könnten Schwimmbäder nicht immer wie gewohnt geöffnet sein.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

hausexperten.de GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung – Sicherung des Vermögens eingeleitet

Next Post

Bundesnetzagentur gibt Entwarnung: DSL-Anschlüsse bleiben trotz Glasfaserausbau bestehen