Trotz des laufenden Glasfaserausbaus müssen Verbraucher in Deutschland nicht um ihre bestehenden DSL-Anschlüsse bangen. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte gegenüber den Funke-Medien, dass ein Wechsel auf Glasfaser freiwillig bleibe. „Niemand wird zur Abschaltung seines Kupferkabel-Anschlusses gezwungen“, so Müller. Damit reagiert die Behörde auf Hunderte von Beschwerden über einen gefühlten Zwangsumstieg.
Aktuell nutzen laut Bundesnetzagentur rund 5,3 Millionen Haushalte bereits aktiv einen Glasfaseranschluss. Weitere 3,3 Millionen hätten theoretisch Zugang – würden sie sich dafür entscheiden. Der Ausbau sei ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung Deutschlands, dürfe aber nicht zu Lasten der Verbraucher erfolgen.
Verbraucherschützer warnen unterdessen vor sogenannten Übergangsverträgen, die Kunden beim Wechsel untergeschoben werden. Diese seien oft mit höheren Kosten verbunden und könnten unnötige Belastungen verursachen. Die Bundesnetzagentur ruft daher zu Transparenz auf: Anbieter sollen ihre Kunden klar und fair über Optionen, Kosten und technische Umstellungen informieren.
Fazit: Der Weg zum schnellen Internet soll offenstehen – aber nicht erzwungen werden. Wer mit DSL zufrieden ist, kann ihn vorerst weiter nutzen.