Der Sportartikelhersteller Adidas hat einen Datenschutzvorfall bekannt gegeben. Nach Unternehmensangaben habe ein „unberechtigter Dritter“ über einen externen Dienstleister für den Kundenservice Zugriff auf Kundendaten erlangt. Das Unternehmen informierte am Donnerstag über den Vorfall und leitete umgehend Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ein.
Welche Daten betroffen sind
Laut Adidas handelt es sich bei den betroffenen Informationen um Kontaktangaben von Kunden, die in der Vergangenheit den Helpdesk kontaktiert hatten – also etwa Namen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Sensible Zahlungsdaten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen seien nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen.
Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet
Adidas hat nach eigenen Angaben Experten für Informationssicherheit hinzugezogen, um den Vorfall umfassend zu untersuchen. Parallel dazu seien Maßnahmen zur Eindämmung und Absicherung eingeleitet worden. Auch Datenschutzbehörden könnten in die Prüfung einbezogen werden, sofern es sich um eine meldepflichtige Datenpanne handelt.
Was betroffene Kunden jetzt tun sollten
Zwar bestehe laut Adidas kein akutes Risiko für finanzielle Schäden, dennoch rät das Unternehmen zur besonderen Wachsamkeit gegenüber verdächtigen E-Mails oder Phishing-Versuchen. Kunden sollten keine vertraulichen Daten preisgeben, wenn sie Zweifel an der Echtheit von Nachrichten haben, und sich im Zweifel direkt an den offiziellen Kundenservice wenden.
Einordnung
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Cyber- und Datenschutzpannen, die zuletzt vermehrt auch große Unternehmen getroffen haben. Besonders der Einsatz externer Dienstleister für Support- oder IT-Leistungen stellt ein häufiges Einfallstor für Angriffe dar – ein Risiko, das nun auch Adidas zu spüren bekam.
Weitere Informationen will das Unternehmen nach Abschluss der Untersuchungen veröffentlichen.