Eine aktuelle Analyse von Investopedia empfiehlt amerikanischen Haushalten, im Jahr 2025 mindestens 35.000 Dollar als Notgroschen zur Verfügung zu haben. Diese Summe entspricht den durchschnittlichen Ausgaben eines Haushalts für sechs Monate und etwa 40 % des jährlichen Einkommens. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, wie einer drohenden Rezession, ist es entscheidend, finanziell abgesichert zu sein.
Wie hoch sollte die Notfallrücklage sein?
Finanzexperten empfehlen, genügend Rücklagen anzusparen, um mindestens drei bis sechs Monate ohne Einkommen überbrücken zu können. Dies dient als Schutz bei Jobverlust, gesundheitlichen Problemen, Autopannen oder dringenden Hausreparaturen.
Im Jahr 2024 ermittelte Investopedia, dass sechs Monate an Notfallausgaben etwa 33.000 Dollar kosten. Im Jahr 2025 stieg diese Summe um 5 % auf 35.218 Dollar, hauptsächlich wegen steigender Gesundheitskosten. Die Berechnung basiert auf den typischen Ausgaben für Wohnen, Lebensmittel, medizinische Versorgung und Fahrzeugkosten.
Aufschlüsselung der Notfallkosten:
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Medizinische Versorgung: 11.635 Dollar (COBRA-Krankenversicherungsprämien für sechs Monate)
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Autokosten: 10.621 Dollar (Kosten für zwei Fahrzeuge, Betriebskosten für eines)
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Wohnen und Nebenkosten: 9.785 Dollar (Miet- oder Eigentumskosten für sechs Monate)
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Lebensmittel: 3.176 Dollar (Kosten für sechs Monate)
Warum haben die meisten Amerikaner nicht genug gespart?
Trotz der Empfehlung von 35.000 Dollar haben viele Haushalte Schwierigkeiten, diese Summe anzusparen. Der durchschnittliche Kontostand in amerikanischen Haushalten beträgt nur etwa 8.742 Dollar. Eine Umfrage von WalletHub zeigt, dass jeder fünfte Amerikaner gar kein Notfallkonto besitzt.
Finanzexperten wie Odysseas Papadimitriou von WalletHub betonen die Dringlichkeit, Rücklagen zu bilden: „Ohne Ersparnisse ist man finanziell schutzlos.“ Caleb Silver von Investopedia fügt hinzu, dass der Verzicht auf einen Notgroschen zu einer Schuldenspirale führen kann, die schwer zu überwinden ist.
Auch kleine Rücklagen sind ein Gewinn
Schon ein kleiner Notgroschen kann helfen, unerwartete Ausgaben zu decken. Laut einer Untersuchung von Vanguard steigert ein Rücklagenkonto mit mindestens 2.000 Dollar das finanzielle Wohlbefinden um 21 % im Vergleich zu gar keiner Ersparnis.
Ein Notfallfonds von 500 Dollar kann kleinere Reparaturen abdecken, während 2.000 Dollar größere Kosten wie einen kaputten Haushaltsgegenstand auffangen können. Mit 10.000 Dollar lässt sich eine Vielzahl von Krisensituationen bewältigen.
Wie lässt sich ein Notgroschen aufbauen?
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Konto mit hohen Zinsen: Ein Sparkonto mit jährlicher Verzinsung von 4 % oder mehr bietet eine attraktive Möglichkeit, Geld sicher und ertragreich anzulegen. Online-Banken und Geldmarktkonten sind hier besonders empfehlenswert.
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Zugriff erschweren: Ein separates Konto bei einer anderen Bank reduziert die Versuchung, das Geld unüberlegt auszugeben.
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Automatisierte Einzahlungen: Regelmäßige Überweisungen auf das Notfallkonto erleichtern den Aufbau der Reserve. Schon 10 Dollar pro Woche summieren sich im Jahr auf über 500 Dollar.
Realistische Sparziele setzen
Für viele Haushalte mag das Ziel von 35.000 Dollar utopisch erscheinen. Daher rät Sam Taube von NerdWallet, zunächst kleinere Etappenziele zu setzen. Ein Betrag von 2.000 oder 5.000 Dollar ist ein realistischer Anfang, um finanzielle Sicherheit aufzubauen.
NerdWallet bietet einen Online-Rechner zur Ermittlung des persönlichen Sparziels an. Dies hilft, die eigenen finanziellen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und individuelle Sparpläne zu erstellen.
Fazit: Kleine Schritte für große Sicherheit
Auch wenn die empfohlenen 35.000 Dollar für viele Haushalte schwer zu erreichen sind, lohnt es sich, mit kleineren Beträgen zu beginnen. Jeder gesparte Dollar erhöht die finanzielle Stabilität und verringert den Stress im Krisenfall. Wichtig ist, konsequent zu sparen und die Rücklagen langfristig zu sichern.
Die Investition in ein Notfallkonto bietet nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch ein gutes Gefühl, auf Unerwartetes vorbereitet zu sein.