Der chinesische Online-Modegigant Shein steht zunehmend im Visier der europäischen Verbraucherschützer. Die EU-Kommission wirft dem umstrittenen Billiganbieter vor, seine Kundinnen und Kunden systematisch mit vermeintlichen Rabatten und irreführenden Informationen zur Rückgabe von Waren zu täuschen.
Nach gründlichen Untersuchungen haben die Behörden nun Klartext gesprochen: Sollte Shein seine Geschäftspraktiken nicht umgehend anpassen, drohen empfindliche Strafen – abhängig vom Umsatz des Unternehmens in den einzelnen Mitgliedstaaten. Ein unmissverständliches Signal aus Brüssel: Täuschung hat im europäischen Binnenmarkt keinen Platz.
Insbesondere die Art und Weise, wie Shein Preisnachlässe präsentiert, steht in der Kritik. Verbraucherinnen und Verbraucher würden mit angeblich zeitlich begrenzten Rabatten zum schnellen Kauf verleitet – Rabatte, die in Wahrheit oft dauerhaft gelten. Auch die Rückgaberegelungen seien teils unklar oder irreführend formuliert, was zu Frustration und Rechtsunsicherheit bei Kundinnen und Kunden führt.
Shein bleibt nun genau ein Monat Zeit, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die EU-Kommission macht unterdessen deutlich: Der Schutz der Verbraucher hat oberste Priorität – auch gegenüber global agierenden Onlinehändlern.