Nach dem tödlichen Angriff auf einen 14-jährigen Jungen auf einem Spielplatz in Menden (Sauerland) sitzt nun ein zweiter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilte, wurde gegen einen 16-jährigen Syrer der dringende Tatverdacht wegen Mordes in Mittäterschaft erhoben.
Der Angriff hatte sich in der Nacht zum 10. Mai ereignet. Dabei war auf dem Spielplatz in Menden ein 14-Jähriger niedergestochen worden – er erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Bereits kurz nach der Tat war ein 17-jähriger Deutscher unter Mordverdacht festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Die Ermittler gehen nun davon aus, dass beide Jugendlichen gemeinsam an der Tat beteiligt waren. Welche Rolle jeder Einzelne dabei gespielt hat, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Tat hatte in der Region und darüber hinaus für Entsetzen gesorgt. Die genauen Hintergründe – ob etwa ein Streit vorausging oder ob es eine gezielte Attacke war – sind bislang nicht abschließend geklärt. Die Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich mit weiteren Details derzeit zurück, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Klar ist: Es geht um einen besonders schweren Vorwurf – Mord durch gemeinsames Handeln. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den beiden Jugendlichen trotz ihres Alters langjährige Jugendstrafen.