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Abtauchen wird teurer – viele Schwimmbäder erhöhen die Preise

TaniaVdB (CC0), Pixabay

Der Sprung ins kühle Nass könnte bald ein tieferer Griff ins Portemonnaie werden: Rund jedes dritte Schwimmbad in Deutschland plant in diesem Jahr eine Preiserhöhung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) hervor, über die die Funke-Mediengruppe berichtet.

Mehr als 110 Betreiber kommunaler Bäder nahmen an der Erhebung teil – und die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild: 72 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich die finanzielle Lage ihrer Hallen- und Freibäder weiter verschlechtern wird. Gründe sind unter anderem gestiegene Energie- und Personalkosten sowie notwendige Investitionen in Sanierung und Technik.

Besonders alarmierend: 16 Prozent der Befragten denken sogar über Standortschließungen nach – kurz- oder mittelfristig. Für viele Kommunen stellt der Betrieb eines Schwimmbads längst keinen freiwilligen Luxus mehr dar, sondern ein defizitäres Pflichtprogramm. Und das, obwohl Schwimmbäder nicht nur Orte der Freizeitgestaltung, sondern auch wichtige soziale und gesundheitliche Einrichtungen sind – gerade für Kinder, Senioren und den Schulsport.

Die Preissteigerungen sollen helfen, die wachsenden Kosten zumindest teilweise abzufedern. Doch sie treffen ausgerechnet jene, die ohnehin schon zu kämpfen haben: Familien mit kleinem Budget, Alleinerziehende oder Jugendliche ohne teure Hobbys. Schwimmen droht so vom Volkssport zum Freizeit-Luxus zu werden.

Die Politik ist gefordert, gegen diesen Trend zu steuern – nicht nur mit punktuellen Förderprogrammen, sondern mit einer langfristigen Strategie zur Sicherung öffentlicher Infrastruktur. Denn ein Schwimmbad ist mehr als ein Becken mit Chlor: Es ist ein Stück Lebensqualität.

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