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Kim Kardashian: Tränen im Zeugenstand über den Raubüberfall in Paris

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Reality-TV-Star Kim Kardashian hat vor Gericht in Paris emotional über den Raubüberfall gesprochen, den sie 2016 in ihrem Hotelzimmer erlebte. Sie sagte aus, dass sie dachte, sie würde vergewaltigt und getötet werden. Die mutmaßlichen Täter sollen Schmuck im Wert von mehreren Millionen Dollar gestohlen haben, darunter ihren 4-Millionen-Dollar-Verlobungsring von ihrem damaligen Ehemann Kanye West (Ye).

Albtraumhafte Nacht in Paris

Am 3. Oktober 2016 war Kardashian für die Fashion Week in Paris und bereitete sich gegen 3 Uhr morgens auf die Abreise am nächsten Tag vor. Plötzlich hörte sie schwere Schritte auf der Treppe und sah mehrere Männer in Polizeiuniformen in ihrem Zimmer. Sie dachte zunächst, es handele sich um echte Polizisten.

Die Eindringlinge, die sich später als bewaffnete Räuber herausstellten, zwangen Kardashian mit Kabelbindern und Klebeband auf das Bett. Einer der Männer packte ihr Bein, woraufhin sie Angst hatte, vergewaltigt zu werden. „Aber er band mich nur fest und schloss meine Beine“, sagte sie.

Kardashian beschrieb die Panik und Verzweiflung, die sie in dem Moment empfand. „Ich dachte an meine Schwester und daran, dass sie mich erschossen vorfinden würde“, sagte sie unter Tränen. Ihre Schwester Kourtney Kardashian war zwar mit in Paris, aber nicht im Hotelzimmer.

Zeugenaussage von Simone Harouche

Simone Harouche, Kardashians Stylistin, die sich während des Überfalls im unteren Bereich des Luxushotel-Apartments aufhielt, sagte ebenfalls aus. Sie schilderte die Angst und Hilflosigkeit während der Tat. „Ich hörte sie schreien: ‚Ich habe Babys, ich muss leben! Nehmt alles – ich muss leben!’“, berichtete Harouche.

Sie selbst versteckte sich im Badezimmer und kontaktierte Kardashians Schwester und den Bodyguard per SMS. Nachdem die Räuber geflohen waren, fand sie Kardashian völlig aufgelöst im unteren Teil des Apartments. „Ich habe sie noch nie so gesehen“, sagte Harouche.

Der Prozess: Anklagen und mögliche Strafen

Vor Gericht stehen insgesamt zehn Angeklagte – neun Männer und eine Frau. Fünf der Männer sind wegen bewaffneten Raubüberfalls und Entführung angeklagt und könnten eine lebenslange Freiheitsstrafe erhalten. Die anderen Angeklagten müssen sich wegen Beihilfe und illegalem Waffenbesitz verantworten.

Die Täter flüchteten damals zu Fuß oder mit Fahrrädern. Einige Schmuckstücke, darunter ein Diamantkreuz, gingen auf der Flucht verloren und wurden später von einem Passanten gefunden. Der Großteil der Beute, darunter der wertvolle Verlobungsring, bleibt jedoch verschollen.

Langfristige Folgen

Der Überfall hat sowohl bei Kardashian als auch bei ihrer Stylistin tiefe Spuren hinterlassen. Harouche erklärte, dass sie nach dem Vorfall ihren Beruf wechselte und Therapie in Anspruch nahm, um die posttraumatischen Belastungsstörungen zu bewältigen.

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter wird zeigen, ob die Justiz die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen kann. Für Kardashian bleibt Paris, einst ein Symbol von Glamour und Mode, nun auch mit einem traumatischen Erlebnis verbunden.

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