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Villach: Mutter und Tochter bewusstlos nach Kohlenmonoxidvergiftung – Großalarm in Wohnanlage

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Schwelbrand im Pelletslager vermutet – 13 Wohneinheiten evakuiert – Opfer in Druckkammer nach Salzburg geflogen

Dramatischer Feuerwehreinsatz in den frühen Morgenstunden in Villach: Wegen des Verdachts auf Gasaustritt wurde kurz vor 6 Uhr die Feuerwehr alarmiert. In einer Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine Mutter und ihre achtjährige Tochter bewusstlos im Bett. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht und später mit einem Hubschrauber zur Behandlung in eine Druckkammer nach Salzburg geflogen.

Vater setzte Rettungskette in Gang

Laut Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach, hatte die Mutter kurz vor dem Notruf noch den Vater angerufen und dabei verwirrt gewirkt. Sie schilderte, dass sie sich nicht orientieren könne und ihre Tochter nicht mehr reagiere. Der Vater verständigte daraufhin sofort die Rettungskräfte.

Hochgiftige Konzentration gemessen – Wohnanlage evakuiert

„Unsere Messgeräte haben sofort Alarm geschlagen“, sagte Geissler. Es wurden lebensgefährlich hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid (CO) festgestellt. Die Feuerwehr evakuierte daraufhin alle 13 Wohneinheiten der Wohnanlage. Bewohner wurden vorübergehend in Einsatzfahrzeugen oder bei Nachbarn untergebracht.

Schwelbrand im Pelletslager als Ursache vermutet

Der mutmaßliche Auslöser ist ein Schwelbrand im Bereich des Heiz- bzw. Pelletslagerraums, der bislang nicht vollständig gelöscht werden konnte. Eine Spezialfirma ist im Einsatz, um das brennende Material mit einem Saugwagen aus dem Lager zu entfernen. Die betroffenen Pellets sollen anschließend auf einem Parkplatz unter schwerem Atemschutz abgelöscht werden.

„Solche Einsätze sind besonders heikel – insbesondere früh am Morgen, wenn viele Menschen noch schlafen“, betonte Geissler. CO-Verschleppungen über Lüftungssysteme seien dabei eine oft unterschätzte Gefahr.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Im Einsatz standen die Hauptfeuerwache Villach mit 30 Kräften und sechs Fahrzeugen, die Freiwillige Feuerwehr Vassach, das Rote Kreuz sowie die Polizei. Der Einsatz wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.

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