Krispy Kreme und McDonald’s – das klang wie eine Traumkombination für Fans von Fast Food und süßen Leckereien. Doch die Euphorie über die Zusammenarbeit der beiden US-Giganten hat einen Dämpfer erhalten. Wie Krispy Kreme am Donnerstag bekannt gab, wird die Einführung der Donuts in den US-Filialen von McDonald’s vorerst gestoppt.
Warum die Pause?
Ursprünglich war geplant, die beliebten Donuts bis Ende 2026 in allen rund 13.000 US-Restaurants von McDonald’s anzubieten. Doch nun stoppt die Donut-Kette die Kooperation nach der Einführung in 2.400 Filialen und spricht von einer „Neubewertung des Rollouts“. Der Grund: Das Konzept erwies sich bislang nicht als so profitabel wie erhofft.
„Wir möchten sicherstellen, dass wir ein nachhaltiges und profitables Geschäftsmodell für alle Beteiligten erreichen“, erklärte Krispy Kreme in einer Stellungnahme. Weitere Filialen sollen im zweiten Quartal 2025 zunächst nicht hinzukommen.
Finanzielle Herausforderungen
Die Ankündigung kam nicht ohne Folgen: Die Aktie von Krispy Kreme stürzte nach Bekanntwerden der Nachricht um 25 % ab. Das ist ein herber Rückschlag für die Donut-Kette, die in den letzten zwölf Monaten ohnehin 73 % ihres Wertes eingebüßt hat. Zusätzlich kündigte Krispy Kreme an, die Dividendenausschüttung an Aktionäre vorerst einzustellen – eine Maßnahme, die pro Quartal rund 6 Millionen Dollar einsparen soll.
McDonald’s und Krispy Kreme: Getrübte Hoffnungen
Noch 2022 klang die Kooperation vielversprechend. In Kentucky startete man einen Testlauf, und die Begeisterung der Kundschaft war groß. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen, was den Plan für eine landesweite Einführung weiter vorantrieb. Doch die wirtschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Monaten drastisch verändert.
McDonald’s selbst kämpft mit rückläufigen Umsätzen und registrierte im letzten Quartal die schlechtesten Zahlen seit der Corona-Pandemie. In Zeiten zunehmender Sparmaßnahmen der Konsumenten scheinen hochpreisige Donut-Leckereien nicht unbedingt Priorität zu haben.
Wie geht es weiter?
Trotz der aktuellen Pause ist die Zusammenarbeit noch nicht endgültig gescheitert. Krispy Kreme sieht weiterhin Potenzial in einer langfristigen Kooperation und plant, das Konzept zu optimieren. „Unser Ziel bleibt ein profitables Wachstum in den USA“, betonte CEO Josh Charlesworth.