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Nach dem Blackout in Spanien: So gelingt der Notvorrat für den Ernstfall

RosZie (CC0), Pixabay

Verbraucherzentrale Sachsen zeigt, was im Haushalt wirklich vorbereitet sein sollte

Der großflächige Stromausfall, der kürzlich Spanien und Portugal teilweise lahmlegte, hat gezeigt, wie schnell eine ganze Gesellschaft aus dem Takt geraten kann. Supermärkte waren dunkel, Kassen fielen aus, Kühlregale blieben warm – und viele Haushalte standen unvorbereitet da. Die Verbraucherzentrale Sachsen nimmt das aktuelle Geschehen zum Anlass, um aufzuklären: Wie sieht ein sinnvoller Notfallvorrat aus? Was braucht man wirklich – und worauf kann man verzichten?

10-Tage-Vorrat: Empfehlungen für Lebensmittel und Wasser

Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sollte jeder Haushalt für mindestens zehn Tage mit haltbaren Lebensmitteln ausgestattet sein. Auch die Trinkwasserversorgung ist zentral: Zwei Liter pro Person und Tag sollten bereitstehen – mehr, wenn keine anderen Wasservorräte zur Verfügung stehen.

Kochen ohne Strom – besonders wichtig für Familien

Im Blackout ist nicht nur der Lichtschalter nutzlos – auch der Herd bleibt kalt. Für die Zubereitung warmer Mahlzeiten empfiehlt die Verbraucherzentrale dringend einen Campingkocher mit passenden Gaskartuschen. „Besonders Familien mit kleinen Kindern sollten vorbereitet sein. Die hygienische Zubereitung von Babynahrung funktioniert mit akkubetriebenen Geräten meist nicht zuverlässig“, warnt Ernährungsexpertin Lena Sudhoff. Viele der online beworbenen Geräte können Wasser nicht ausreichend erhitzen oder halten es zu lange warm – ein Risiko für Keime. Die einfache Lösung: Campingkocher plus Vorrat an Säuglingsnahrung.

Energie für Kommunikation: Powerbanks nicht vergessen

Ohne Strom fällt auch das Handy aus – und mit ihm der Zugang zu Informationen. Kleine Powerbanks helfen über wenige Stunden, größere Varianten mit 20.000 mAh oder mehr über mehrere Tage. Für den Dauerbetrieb seien große Powerstationen zwar leistungsstark, aber teuer und in Privathaushalten oft überdimensioniert, so Sudhoff.

Wasser, Hygiene und einfache Mittel

Nicht nur das Kochen, auch Hygiene wird zum Thema: Wer vorbereitet ist, füllt im Notfall Badewannen oder Eimer mit Wasser – für Toilette, Körperpflege oder Abspülen. Feuchttücher, Küchenpapier und Desinfektionsmittel helfen, den Verbrauch zu minimieren. Das Fazit der Expertinnen: „Man braucht kein Spezial-Notfallpaket aus dem Internet – sondern gesunden Menschenverstand, etwas Planung und ein paar einfache Hilfsmittel.“

Das Wichtigste auf einen Blick:

✅ Lebensmittelvorrat für 10 Tage
✅ Zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag
✅ Campingkocher und Brennstoff
✅ Powerbank für Smartphone
✅ Batteriebetriebenes Radio und Taschenlampe
✅ Hygieneartikel (Feuchttücher, Desinfektion, Toilettenpapier)
✅ Bargeldreserve

Weitere Informationen und praxisnahe Tipps bietet der aktuelle Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen unter:
verbraucherzentrale-sachsen.de/marktcheck-notfallvorrat

Projekt „Werde Vorratsheld*in“ – so gelingt Vorsorge mit Köpfchen:
verbraucherzentrale-sachsen.de/vorratshelden

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