Ein außergewöhnlicher Fund sorgt derzeit für Aufsehen: Ein junger Mann hat beim Aufräumen des Kellers seines verstorbenen Großvaters in Süddeutschland 250.000 D-Mark in bar entdeckt. Die alten Scheine lagen gut versteckt in mehreren Metallkisten hinter einer abgedeckten Maueröffnung – offenbar jahrzehntelang unberührt.
Laut Angaben der Familie hatte niemand geahnt, dass der Großvater solche Summen im Haus verwahrte. Der Fund erfolgte eher zufällig: Der Enkel war beauftragt worden, das Haus für den Verkauf zu entrümpeln. Beim Entfernen alter Regale stieß er auf die Maueröffnung, die mit Holzplatten und Kartons verstellt war. Dahinter: fein säuberlich gebündelte D-Mark-Banknoten – viele davon noch in tadellosem Zustand.
Besonders bemerkenswert: Auch wenn die D-Mark im Jahr 2002 durch den Euro abgelöst wurde, kann sie in Deutschland noch immer unbegrenzt bei der Bundesbank eingetauscht werden. Der aktuelle Umrechnungskurs liegt bei 1 Euro = 1,95583 D-Mark. Der gefundene Betrag entspricht damit einem heutigen Gegenwert von etwa 127.822 Euro.
Die Bundesbank bestätigt, dass es auch mehr als 20 Jahre nach der Euro-Einführung regelmäßig zu vergleichbaren Einlösungen kommt – jedoch sind Beträge in dieser Höhe eher die Ausnahme. Allein 2023 wurden laut Statistik noch rund 70 Millionen D-Mark umgetauscht.
Für die Familie des Verstorbenen ist der Fund ein unerwarteter Segen – allerdings auch mit organisatorischen Fragen verbunden: Wer erbt das Geld? Muss es versteuert werden? Und: Warum hat der Großvater so viel Bargeld über Jahrzehnte hinweg im eigenen Haus gehortet?
Solche Funde werfen nicht nur steuerliche und rechtliche Fragen auf, sondern erzählen oft auch viel über die Generation, die mit der D-Mark groß geworden ist – und der das Vertrauen in Bargeld oft wichtiger war als Zinsen oder Banken.