Im Betrugsprozess um den Hamburger Kupferhersteller Aurubis hat das Landgericht Hamburg die Urteile gesprochen: Drei Männer müssen für ihre Beteiligung an einem jahrelangen Betrugssystem mehrere Jahre ins Gefängnis.
Bei den Verurteilten handelt es sich um einen ehemaligen Materialprüfer des Unternehmens sowie einen Schrotthändler und dessen Sohn. Gemeinsam hatten sie Aurubis über Jahre hinweg Schrott zu überhöhten Preisen verkauft und das Unternehmen so um Millionenbeträge betrogen.
Das perfide Vorgehen: Der Materialprüfer manipulierte die Materialproben, indem er Gold- und Silberpulver darüber streute. Auf diese Weise gaukelte er einen höheren Edelmetallgehalt vor, der die Ankaufspreise massiv in die Höhe trieb. Als Gegenleistung erhielt er von dem Schrotthändler mehr als 100.000 Euro sowie Gold.
Das Gericht verurteilte die Haupttäter zu Haftstrafen von bis zu sechs Jahren.
Fazit:
Der Fall zeigt, wie gravierend Insiderbetrug ein Unternehmen schädigen kann. Aurubis, einer der größten Kupferproduzenten Europas, war Opfer eines ausgeklügelten Betrugssystems, das nun endlich juristisch aufgearbeitet wurde.