Die Bürokratie wird zunehmend zur Belastung für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland: Laut einer aktuellen Studie der staatlichen Förderbank KfW verbringen Beschäftigte im Mittelstand im Schnitt etwa sieben Prozent ihrer Arbeitszeit mit bürokratischen Aufgaben.
Umgerechnet bedeutet das rund 32 Stunden pro Monat und Unternehmen – hochgerechnet auf den gesamten Mittelstand summiert sich der Aufwand auf beeindruckende 1,5 Milliarden Arbeitsstunden pro Jahr.
Finanziell schlagen die Bürokratielasten noch deutlicher zu Buche: Laut der KfW-Erhebung kostet die Erfüllung sämtlicher gesetzlichen Vorgaben den Mittelstand jährlich etwa 61 Milliarden Euro. Eine Summe, die viele Betriebe spürbar bremst und Ressourcen bindet, die anderswo dringend gebraucht würden – etwa für Innovation, Wachstum oder Digitalisierung.
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von rund 10.000 kleinen und mittleren Unternehmen und verdeutlicht einmal mehr die Forderungen aus der Wirtschaft nach einem spürbaren Abbau von Vorschriften und einer Vereinfachung von Verwaltungsprozessen.
Gerade angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck könnten Entlastungen im Bürokratiebereich für den Mittelstand ein entscheidender Standortvorteil sein – und neue Kräfte für Investitionen und Zukunftsprojekte freisetzen.