Nach einem Schwelbrand in einem Mehrfamilienhaus im Chemnitzer Stadtteil Bernsdorf hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung aufgenommen. Im Zentrum der Untersuchungen steht eine Mieterin des Hauses, die laut Angaben der Ermittler stark alkoholisiert war und noch am Tatort festgenommen wurde.
Feuer im Versorgungsschacht ausgebrochen
Der Brand brach am frühen Morgen im Versorgungsschacht des Badezimmers der Frau aus. Wie genau es zu dem Feuer kam, ist derzeit Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchungen. Brandursachenermittler sind im Einsatz, um festzustellen, ob fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln vorliegt.
Verdächtige rettet sich selbst – und ihre Kinder
Trotz des Verdachts gegen sie wird der Mieterin auch ein schnelles Handeln zugeschrieben: Gemeinsam mit einem ebenfalls anwesenden Mann konnte sie sich und ihre vier Kinder rechtzeitig in Sicherheit bringen. Alle Beteiligten blieben offenbar unverletzt, was angesichts der möglichen Brandgefahr nur dem frühen Entdecken des Feuers zu verdanken ist.
Ermittlungen laufen – Motiv unklar
Warum die Frau möglicherweise ein Feuer in ihrer Wohnung verursacht haben könnte, ist bislang unklar. Die Polizei bestätigte lediglich, dass sie alkoholisiert gewesen sei. Ein Sprecher betonte, es handele sich um einen schweren Verdacht, der nun genau geprüft werden müsse. Die Frau wurde vorläufig festgenommen, eine Haftrichtervorführung steht noch aus.
Keine weiteren Verletzten – Feuerwehr verhindert Ausbreitung
Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort und konnte den Schwelbrand schnell löschen, bevor er sich auf weitere Bereiche des Hauses ausbreiten konnte. Andere Mieter mussten nicht evakuiert werden, es entstand jedoch Sachschaden in der betroffenen Wohnung.
Fazit
Der Vorfall in Bernsdorf wirft viele Fragen auf: Ein Feuer im Badezimmer, eine alkoholisierte Mieterin, vier Kinder in der Wohnung – und nun der dringende Verdacht einer versuchten schweren Brandstiftung. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, um herauszufinden, ob es sich um eine fahrlässige Verkettung unglücklicher Umstände oder um eine vorsätzliche Tat gehandelt hat. Die Kinder sind inzwischen in Sicherheit, das Umfeld bleibt wachsam.