In Brüssel wird mal wieder aufgeräumt – und diesmal hat es die Mitarbeiterin eines italienischen EU-Abgeordneten erwischt. Die Dame, offiziell als Sekretärin von Fulvio Martusciello (Forza Italia) angestellt, wurde in Neapel in Untersuchungshaft genommen. Der Vorwurf? Korruption, Geldwäsche und kriminelle Verschwörung – oder, wie man es in gewissen Kreisen nennt: „geschäftstüchtiges Multitasking“.
Ein ganz normaler Arbeitstag im Europaparlament?
Während Sekretärinnen normalerweise Termine koordinieren und Kaffee bringen, soll diese hier wohl ein bisschen mehr organisiert haben – und das ziemlich lukrativ. Die belgischen Ermittler sind überzeugt, dass sie tiefer in dunkle Geschäfte verstrickt ist als ein Mafia-Roman. Ihr Chef, Fulvio Martusciello, seit 2014 im Europaparlament, hält sich mit Kommentaren zurück – vielleicht überlegt er noch, ob er „Ich wusste von nichts!“ oder „Alles ein Missverständnis!“ sagen soll.
Huawei und das große Lobby-Mysterium
Die Affäre dreht sich um mutmaßliche Einflussnahme des chinesischen Technologiekonzerns Huawei. Belgien hat bereits fünf Verdächtige angeklagt, vier davon sitzen schon ein. Die große Frage: Ging es hier nur um ein bisschen freundliche Überzeugungsarbeit oder steckte tatsächlich ein ausgeklügeltes Korruptionssystem dahinter?
Politik wie gewohnt
Während die Sekretärin morgen vernommen wird, bleibt die Welt des Europaparlaments ungerührt: Ein neuer Skandal, ein paar Verhaftungen, empörte Politiker – und nächste Woche geht’s weiter wie immer.