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Trump streicht Fördergelder für Bibliotheken und Museen – Programme in Gefahr

Pixoman (CC0), Pixabay

Die drastischen Haushaltskürzungen der Trump-Regierung setzen erneut öffentliche Einrichtungen unter Druck. Nachdem Präsident Donald Trump per Executive Order die Schließung des Institute of Museum and Library Services (IMLS) angeordnet hat, stehen nun Sommer-Leseprogramme, mobile Bibliotheken und lokale Museen auf der Kippe.

Das Institut, das jährlich Hunderte Millionen Dollar an Fördermitteln an Bibliotheken und Museen verteilt, wird künftig auf ein Mindestmaß an Funktionen reduziert. Viele Mitarbeiter der Behörde erwarten, in den nächsten Tagen beurlaubt oder entlassen zu werden.

Regierung beruft neuen Leiter ein – Kürzungen sollen „Effizienz steigern“

Am Donnerstag wurde Keith Sonderling, ehemaliger stellvertretender US-Arbeitsminister unter Trump, als Interimsdirektor des Instituts eingesetzt. Die Vereidigung fand unter Aufsicht des Department of Government Efficiency (DOGE) statt – der umstrittenen Regierungsbehörde unter der Leitung von Elon Musk, die für massive Kürzungen im öffentlichen Dienst zuständig ist.

Sonderling erklärte, dass das IMLS künftig „patriotische Werte stärken“ und „amerikanische Exzellenz“ fördern solle. Doch in der Praxis bedeutet die Umstrukturierung: Unsicherheit für Tausende Bibliotheken, Archive und Museen in den USA.

Welche Programme sind betroffen?

Das IMLS verwaltet Mittel für 35.000 Museen und 123.000 Bibliotheken in den USA. Die Kürzungen gefährden insbesondere:

📚 Sommer-Leseprogramme für Kinder
📖 Braille- und Hörbücher für sehbehinderte Menschen
💻 Internetversorgung für ländliche Bibliotheken
🏛 Fördermittel für lokale Museen und Archive
📊 Zugang zu digitalen Forschungssystemen

Beispielsweise finanziert das Institut:

  • Kostenlose Museumseintritte und Bildungsprogramme in Wisconsin
  • Teen-Mentoring-Projekte in Idaho
  • Forschung zu einheimischen Pflanzen am Wildflower Center in Texas

Viele dieser Programme könnten nun eingestellt oder massiv reduziert werden.

Kritik von Experten: „Ein fatales Signal“

Die American Library Association verurteilte die Entscheidung scharf:

„Indem Trump die einzige Bundesbehörde zur Förderung von Bibliotheken abschafft, zerstört er eine der vertrauenswürdigsten Institutionen der USA.“

Die American Alliance of Museums argumentierte, dass das IMLS gerade einmal 0,0046 % des Bundeshaushalts ausmacht – ein „lächerlich kleiner Betrag“ für eine Behörde, die großen gesellschaftlichen Nutzen bringt.

Selbst auf Bundesstaatsebene wird der Schaden sichtbar: In Washington könnten ländliche Bibliotheken den Zugang zu digitalen Zeitungen und eBooks verlieren.

Was passiert als Nächstes?

Da das IMLS als unabhängige Behörde 1996 per Gesetz gegründet wurde, kann Trump es nicht einfach abschaffen. Doch durch den massiven Personalabbau und das Einfrieren von Fördermitteln macht er die Behörde praktisch funktionsunfähig.

Während die Regierung dies als „Sparmaßnahme“ verkauft, bleibt für Bibliotheken und Museen eine drängende Frage:
Wer wird die Finanzierungslücke schließen?

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