Während Elon Musk am Donnerstag auf X wilde Spekulationen über angeblich von trans Personen verübte Angriffe auf Tesla-Fahrzeuge verbreitete, rechnete seine entfremdete Tochter, Vivian Jenna Wilson, in einem Interview mit ihm ab.
In einem Gespräch mit Teen Vogue bezeichnete die 20-Jährige ihren berühmten Vater als „erbärmliches Man-Kind“ und betonte, dass sie sich „keinen Dreck um sein Geld“ schere.
„Er besitzt Twitter. Okay.“
Wilson, die seit 2020 nicht mehr mit Musk gesprochen hat, sagte, sie erfahre meist aus den Nachrichten von seinen Eskapaden. Sein Auftreten beim Amtsantritt von Donald Trump, bei dem er einen umstrittenen Gruß zeigte, bezeichnete sie als „ganz klar ein Nazi-Salut“. Musk hat dies stets abgestritten.
Musk und das „woke Mind Virus“
Die Spannungen zwischen Musk und Wilson sind seit Jahren bekannt. Im Juli 2024 schrieb Musk auf X, dass Wilson „schwul und leicht autistisch geboren“ sei und als Kind begeistert Kleidung für ihn ausgesucht habe. Wenige Tage später erklärte er in einem Gespräch mit Jordan Peterson, dass sein „Sohn“ vom „woken Mind Virus getötet“ worden sei – eine offene Ablehnung der Identität seiner Tochter.
Wilson reagierte am selben Tag auf Threads – dem Meta-Konkurrenten von X – und bezeichnete Musks Darstellung als „völlig erfunden“.
„Wirklich nichts davon ist jemals passiert.“
Musk verbreitet erneut Fehlinformationen
Parallel zu Wilsons Interview ließ Musk auf X eine Welle fragwürdiger Behauptungen los:
- Er behauptete, dass der Bundesstaat New York illegal Nicht-Staatsbürger wählen lassen wolle.
- Er verstärkte eine unbelegte Story, wonach 10.000 Wähler in Arizona mit derselben Sozialversicherungsnummer gewählt hätten.
- Er postete mehrfach, dass die Wahrscheinlichkeit von Gewalttaten durch trans Personen angeblich „weitaus höher“ sei als bei anderen Menschen.
„Hormoninjektionen verursachen extreme emotionale Instabilität. Das ist einfach eine Tatsache.“ – Elon Musk auf X
Musk und Trump gegen Diversität
Musks Äußerungen stehen im Einklang mit der Politik der Trump-Regierung. Während Trump Programme zur Förderung von Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) systematisch abbaut, erklärte Musk im Dezember 2023:
„DEI muss sterben.“
Das von ihm geleitete Department of Government Efficiency drohte Universitäten sogar mit dem Entzug staatlicher Mittel, falls sie ihre DEI-Programme nicht einstellten.
Während Musk sich weiterhin als „Verfechter der Meinungsfreiheit“ bezeichnet, scheint er sich diese vor allem für seine eigenen Ansichten zu nehmen – und für gezielte Attacken auf Minderheiten.