Aktenzeichen: 15 IN 562/24
Das Amtsgericht Stuttgart hat im Verfahren über den Antrag der CELEBRE FRANCHISE GmbH, mit Sitz in der Erich-Herion-Straße 25, 70736 Fellbach, eine entscheidende Maßnahme getroffen. Die am 10. April 2024 angeordneten Sicherungsmaßnahmen im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens wurden mit Beschluss vom 5. Dezember 2024 aufgehoben.
Hintergrund der Entscheidung
Die CELEBRE FRANCHISE GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Corrado Celebre, hatte im Jahr 2024 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen beantragt. Als erste Maßnahme hatte das Gericht Sicherungsmaßnahmen gemäß §§ 21 und 22 InsO angeordnet, um die Insolvenzmasse vor nachteiligen Veränderungen zu schützen. Dies umfasste unter anderem die Überwachung der Vermögensverhältnisse und die Beschränkung der Verfügungsbefugnis der Schuldnerin.
Mit der aktuellen Entscheidung hat das Gericht nun die Aufhebung dieser Sicherungsmaßnahmen beschlossen.
Bedeutung der Aufhebung
Die Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen deutet darauf hin, dass die Voraussetzungen für deren Fortbestehen nicht mehr gegeben sind. Dies kann verschiedene Gründe haben:
- Erledigung des Insolvenzantrags: Es ist möglich, dass der Insolvenzantrag zurückgenommen wurde oder keine Insolvenzgründe mehr vorliegen.
- Abweisung mangels Masse: Falls die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Verfahrenskosten zu decken, kann das Verfahren eingestellt werden.
- Sanierung oder Einigung: Es könnte eine außergerichtliche Einigung oder eine wirtschaftliche Stabilisierung der Schuldnerin erfolgt sein.
Ausblick
Mit der Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen ist der weitere Fortgang des Verfahrens offen. Es bleibt abzuwarten, ob eine vollständige Einstellung des Insolvenzverfahrens erfolgt oder ob andere Maßnahmen getroffen werden, beispielsweise eine Fortsetzung durch die Gläubiger. Die genaue Begründung des Beschlusses wird den Beteiligten zur Klärung der Situation dienen.
Amtsgericht Stuttgart – Insolvenzgericht
05. Dezember 2024