Start Verbraucherschutz Seien Sie vorsichtig bei den Probepackungen “Hirschberger NaturRat” der Bonafair AG

Seien Sie vorsichtig bei den Probepackungen “Hirschberger NaturRat” der Bonafair AG

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Pexels (CC0), Pixabay

Per Telefonakquise, unerlaubten sogenannten Cold calls, bietet die Schweizer Firma Bonafair AG mittels einem deutschsprachigen Vertrieb aus Lichtenstein Mittel gegen Gelenkschmerzen und Einschränkungen in der Gedächtnisleistung an. Was den Bestellern einer Probepackungen jedoch nicht klar ist, ist, dass sie damit in eine deutlich teurere Abofalle geockt werden.

Der Gesundheit etwas Gutes tun, wer will das nicht? Eine Geschäftsidee, die dabei offensichtlich nach wie vor gut läuft, ist trotz vieler warnender Hinweise die alte Masche mit den Probelieferungen. Unter dem Logo “Hirschberger NaturRat” bietet eine Bonafair AG aus der Schweiz mit einem deutschen Vertrieb aus Lichtenstein Mittel gegen Gelenkschmerzen und Einschränkungen in der Gedächtnisleistung an. Der Anbieter ist der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt aufgefallen.

  1. Per Telefonakquise kommt ein Angebot für die Kapseln mit einer Probepackung zum günstigen Kennlern-Preis.
  2. Tatsächlich werden Verbraucher mit dem angeblichen Preisvorteil gegenüber dem Apothekenbezug und einem vermeintlich günstigen Monatsvorrat in eine Abofalle gelockt.

Was den Betroffenen im Laufe des ersten Telefonates nicht klar wird: Mit Zusendung der Probepackungen sei aus Sicht des Unternehmens ein Pillenabo zustande gekommen, sofern man nicht widerspricht. Und für das Abo sind die Preise dann höher als für die Proben.

Die Produkte seien für eine dauerhafte Anwendung entwickelt worden – was letztlich bedeutet, dass der Absatzgedanke der Firma nicht nur auf die Probepackungen sondern auf eine langfristige Belieferung ausgerichtet ist. Das wird den meisten angerufenen Verbrauchern im Gespräch offensichtlich nicht klar und eindeutig vermittelt. Offenbar lassen sich einige Verbraucher auf die Probelieferungen ein und bezahlen diese auch. Die Verärgerung setzt dann ein, wenn weitere Lieferungen, verbunden mit Rechnungen, eintreffen.

Achten Sie bei derartigen Verkaufstelefonaten genau darauf, was im Detail besprochen wird. Ein wirksamer Vertrag kommt nur dann zustande, wenn beide Vertragsparteien sich über alle wesentlichen Punkte wie

  • Kosten,
  • Lieferzeiträume,
  • Laufzeit
  • und Kündigungsfristen

geeinigt haben. Fehlt es an einer derartigen Vereinbarung, dann sollten Sie dem angeblichen Vertragsschluss ausdrücklich widersprechen und – da es sich um ein sog. Fernabsatzgeschäft handelt – den Widerruf zum angeblichen Vertragsschluss erklären. Hilfe dabei bekommen Sie auch bei den Verbraucherzentralen.

Quelel: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/hirschberger-naturrat-probelieferung-wird-zum-pillenabo-44166

15 KOMMENTARE

  1. Auch wir wurden telefonisch kontaktiert,im Laufe des
    Gespräches wurde uns eine Probelieferung zu günstigen
    Preisen angeboten. Mit der 1.Lieferung wurden weitere
    Bezüge = Abo angekündigt. Wir haben sofort widersprochen.
    Dennoch erhalten wir weiterhin unseriöse Anrufe..Wir hätten
    ja ein Abo unterschrieben.Hierüber läge auch eine Aufzeichnung des Telefonates ohne unsere Zustimmung vor.
    U.E..grenzt diese Vorgehensweise an kriminelle Machenschaften. Wir haben heute nochmals schriftlich per
    Einschreiben gekündigt.

  2. Auch ich sitze gerade an einem Kündigungsschreiben für meinen Schwiegervater.
    Er ist 83 hat beginnende Demenz , hört schlecht und Pflegestufe 3 .
    Er war mit dem Anruf völlig überfordert .
    Es ist eine Frechheit was sich manche “Firmen” erlauben .
    Mal sehen was daraus wird.

    • Auch meine Mutter wurde dabei betrogen. Sie hatte heute eine Lieferung von denen bekommen und eine Rechnung von über 150 Euro. Sie meinte, dass sie nichts bestellt hat. Sie ist auch 80 Jahre alt. Ich werde gleich die Kündigung per Einschreiben schicken.

      • Auch mein Vater (knapp 80 Jahre alt) wurde angerufen und erhielt Ware plus Rechnung über 159,60. Auch er hat nichts bestellt und die telefonisch angekündigte angeblich kostenfreie Probe sogar abgelehnt. Vorsicht, dies alles wird von Bonafair sogar als Abo ausgelegt. Ich habe telefonisch (kostenpflichtige Telefonnummer) eine Wuderrufsbestätigung verlangt. Fürchte diese wird nicht kommen. Werde nun ein Einschreiben und eine Mail schicken. Angeblich (laut Telefonat) kann man Ware an deutsche Adresse zurückschicken-natürlich auch kostenpflichtig. Diese Firma ist seit langem bei diversen Verbraucherzentralen bekannt, aber niemand hat ihnen bisher das Handwerk gelegt.

  3. Hallo auch meine Mutter, 80 Jahre wurde angerufen. Sie hat nichts bestellt, bekam jetzt 4 Packungen mit Tabletten und 2 Rechnungen über insgesamt 220 EUR.. auf meinen Widerruf, 2 mal per email und beigelegtem Formular kam keine Reaktion. Werde morgen das schreiben per Einschreiben verschicken. Es ist eine Frechheit Ältere zu herein zu legen

  4. Ich habe per Einschreiben eine Kündigung geschickt. Hat leider nichts gebracht. Heute erhielt meine Mutter eine Zahlungsaufforderung und die Nachricht, dass das zurückzuschicken der Ware nicht von der Zahlungspflicht entbindet. Wahnsinn!!
    Was nun?

  5. Unverlangte Anrufe zu Werbezwecken sind in D verboten. Verträge, auch mündliche, sind nur wirksam, wenn ALLE Details enthalten sind ( Preis, Vertragsdauer, Kündigungsfristen usw. ) . Das wird auch Bonafair kaum belegen können. Lasst Euch die Protokolle zukommen. Aufzeichnungen von Telefongesprächen sind auch nur mit Zustimmung rechtsgültig. Schmeisst die Pakete in den Müll, wenn Bonafair nicht antwortet. WICHTIG: Wenn die Firma einen Mahnbescheid erwirkt rechtzeitig Einspruch einlegen, damit er nicht wirksam wird. Fragen gerne an mich. HW

  6. Bei mir verlief das genauso. Ich war der Annahme, dass ich mich nach der Probepackung entscheide, ob ich das weiter nehme. Ich bekam gleich 4 Packungen kostenpflichtig dazu. Nun kontaktiere ich schon seit langer Zeit per Mail, wohin ich die 4 Packungen zurück schicken soll. unter der genannten TelNr erreiche ich keinen Mitarbeiter, lande immer in der Warteschleife. Habe nun schon eine Mahnung erhalten, den Betrag von 156, 60€ zu überweisen. Ich weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll.

  7. Meine Mutter 91 hat heute auch ein Päckchen bekommen.Der Nachbar hatte es angenommen.
    Ich habe sofort den Absender gegoogelt und das Päckchen ungeöffnet zur Post gebracht.
    Das Päckchen ist als Annahme verweigert zurückgegangen.Bin gespannt,ob ich noch etwas davon höre.
    Schlimm wie die alten Leute übers Ohr gehauen werden.

  8. Meine Mutter (84) ist ebenfalls auf die Masche hereingefallen. Mir wurde geraten sofort die Polizei einzuschalten. Habe ich auch getan mit einer onlineAnzeige. Die Polizizei hat mich einen Tag später kontaktiert und mir geraten das Paket unfrei an den Absender zurückzuschicken und auf keinen Fall bezahlen. Die Anzeige geht an die Staatsanwaltschaft und nur dann kann man der Firma eventuell das Handwerk legen und man bekommt eine Bestätigung für eventuelle Forderungen. Also ich bezahle nichts, weil dadurch erkennt man die Bedingungen an und tappt in die nächste ABOfalle. Also Nerven bewahren! Zum Glück bekommt das meine Mutter nicht mehr mit, da sie dement ist.

  9. Meine Mutter 82 J. ist auch auf das Telefonat reingefallen ,weil Sie sich mit Apotheke gemeldet hatten . Sie dachte ,das sie eine Probepackung um 39 € bekommt,aber wurden einfach noch 4 Packung dazu und verlangen jetzt 159 ,60 € von ihr .
    WER KANN MIR EIN RAT GEBEN, WAS MAN AM BESTEN VOR GEHT ???

  10. Ich habe mich am 20.10 20 zu diesem Thema geäußert.Ich habe bis jetzt nichts mehr gehört.
    Ich habe aber jetzt die Reißleine gezogen und meiner Mutter nach über 50 Jahren eine neue Telefonnummer
    beantragt.Seit 3 Wochen hat sie eine neue Nr..Ich brauch keine Gelder aus Nicosia,oder aus der Schweiz mehr zurückfordern.

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