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47 Meerschweinchen in zwei Kartons im Wald ausgesetzt – Region Hannover sucht den früheren Halter

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Ein trauriger Fund in einem Waldstück bei Ilten in Sehnde: Spaziergänger haben dort 47 ausgesetzte Meerschweinchen entdeckt. Die Tiere waren in zwei großen Kartons untergebracht und offenbar sich selbst überlassen worden. Inzwischen werden sie in einem Tierheim versorgt.

Nach Angaben der Region Hannover wurden die Tiere bereits am Dienstagabend gefunden. Es handelt sich um 28 männliche und 19 weibliche Meerschweinchen.

Tiere waren in schlechtem Zustand

Besonders problematisch: Männchen und Weibchen waren nicht voneinander getrennt. Die Veterinärbehörde geht deshalb davon aus, dass einige Weibchen möglicherweise bereits trächtig sind. Die Zahl der zu versorgenden Tiere könnte damit noch steigen.

Auch der gesundheitliche Zustand bereitete Sorgen. Die Region Hannover beschreibt den Pflegezustand der Meerschweinchen insgesamt als schlecht. Bei einem Tier wurde ein großer Abszess am Hals festgestellt.

Die meisten Tiere haben schwarz-weißes Fell, einige zusätzlich braune Flecken. Alle Meerschweinchen wurden inzwischen in einem Tierheim untergebracht und werden dort versorgt und behandelt.

Wer kennt den früheren Halter?

Nun versucht die Region Hannover herauszufinden, wem die 47 Meerschweinchen gehörten und wer sie im Wald zurückgelassen hat.

Personen, die etwas über die Herkunft der Tiere wissen oder Hinweise auf den früheren Halter geben können, werden gebeten, sich beim Veterinärwesen der Region Hannover zu melden.

Hinweise nimmt die Region unter 0511 / 616-20095 sowie per E-Mail an tierschutz@region-hannover.de entgegen.

Aussetzen von Haustieren ist verboten

Tiere einfach auszusetzen oder zurückzulassen, um sich ihrer zu entledigen, ist nach dem deutschen Tierschutzrecht verboten. Welche rechtlichen Konsequenzen im konkreten Fall in Betracht kommen, hängt allerdings davon ab, wer für das Aussetzen verantwortlich war und was die weiteren Ermittlungen ergeben.

Für die 47 Meerschweinchen ist zumindest die unmittelbare Gefahr vorbei: Sie sind jetzt in fachkundiger Obhut. Offen bleibt die Frage, wer eine derart große Zahl von Tieren in zwei Kartons packte und mitten im Wald zurückließ.

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