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TÜV-Report: Mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug fällt bei der Hauptuntersuchung durch

geralt (CC0), Pixabay

Bei Deutschlands Nutzfahrzeugen gibt es weiterhin erhebliche technische Probleme. Rund 22 Prozent der untersuchten Fahrzeuge sind zuletzt bei der Hauptuntersuchung mit „erheblichen“ oder sogar „gefährlichen“ Mängeln durchgefallen.

Das geht aus dem neuen Nutzfahrzeug-Report des TÜV-Verbands hervor. Damit schafft mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug die Hauptuntersuchung nicht ohne gravierende Beanstandungen.

Bemerkenswert ist zudem: Die Mängelquote hat sich zuletzt kaum verändert.

Mit dem Fahrzeugalter wachsen die Probleme

Viele der festgestellten Schwachstellen sind den Prüforganisationen bereits seit Jahren bekannt.

Nach Angaben von Joachim Bühler vom TÜV-Verband nehmen insbesondere Ölfeuchte und Ölverlust mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge zu.

Das ist gerade bei Nutzfahrzeugen relevant. Transporter und Lastwagen werden häufig intensiv genutzt und legen innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit hohe Kilometerleistungen zurück. Entsprechend wichtig sind regelmäßige Wartung und eine frühzeitige Behebung technischer Defekte.

Beleuchtung bleibt eine häufige Schwachstelle

Ein weiterer Schwerpunkt der Beanstandungen ist die Fahrzeugbeleuchtung.

Besonders häufig treten laut dem Bericht Probleme an der hinteren Beleuchtung auf. Defekte Rück-, Brems- oder andere Leuchten können im Straßenverkehr schnell zum Sicherheitsproblem werden, weil nachfolgende Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeug schlechter erkennen oder dessen Fahrmanöver nicht eindeutig wahrnehmen können.

Dabei gehören Beleuchtungsmängel grundsätzlich zu den Problemen, die sich bei einer regelmäßigen Kontrolle vergleichsweise früh entdecken lassen.

22 Prozent bedeuten nicht nur kleine Schönheitsfehler

Entscheidend ist die Einstufung der festgestellten Probleme.

Wenn ein Fahrzeug wegen erheblicher oder gefährlicher Mängel durch die Hauptuntersuchung fällt, handelt es sich nicht lediglich um kleine Beanstandungen. Die festgestellten Defekte müssen entsprechend der Vorgaben behoben werden.

Für Unternehmen kann das neben Reparaturkosten auch organisatorische Folgen haben. Fällt ein betrieblich benötigtes Fahrzeug vorübergehend aus, müssen Touren möglicherweise umgeplant oder Ersatzfahrzeuge eingesetzt werden.

Wartung wird bei älteren Fahrzeugen wichtiger

Der neue Report zeigt vor allem, dass technische Probleme mit zunehmendem Fahrzeugalter stärker in den Mittelpunkt rücken.

Ölverlust und Beleuchtungsdefekte sind dabei keine überraschenden neuen Schwachstellen. Gerade deshalb stellt sich die Frage, warum solche bekannten Probleme weiterhin so häufig bei der Hauptuntersuchung festgestellt werden.

Für Betreiber von Transportern und anderen Nutzfahrzeugen kann es sich lohnen, Fahrzeuge nicht erst unmittelbar vor dem TÜV-Termin genauer kontrollieren zu lassen.

Mehr als jedes fünfte Fahrzeug betroffen

Eine Mängelquote von rund 22 Prozent bedeutet, dass technische Defekte bei Nutzfahrzeugen weiterhin ein relevantes Thema sind.

Der TÜV-Report macht zugleich deutlich, wo besonders häufig genauer hingeschaut werden sollte: Mit zunehmendem Alter gewinnen Ölfeuchte und Ölverlust an Bedeutung, während Probleme mit der Beleuchtung weiterhin zu den typischen Beanstandungen gehören.

Für Fuhrparkbetreiber und gewerbliche Fahrzeughalter ist das nicht nur eine Frage des nächsten TÜV-Termins. Regelmäßige Kontrollen können dazu beitragen, Defekte zu erkennen, bevor sie zu einem größeren Sicherheitsproblem oder einem kostspieligen Fahrzeugausfall werden.

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