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Windpark Illerich-Rosenhof Beteiligungs GmbH schreibt höheren Verlust – Finanzanlagen werden zugleich ausgebaut

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Bremer Windpark Illerich-Rosenhof Beteiligungs GmbH weist zum 31. Dezember 2025 eine Bilanzsumme von 16.740,72 Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 20.937,80 Euro. Damit verringerte sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um knapp 20 Prozent.

Die Gesellschaft ist gemessen an ihrer Bilanz ausgesprochen klein. Ihre Funktion dürfte vor allem im Beteiligungsbereich liegen. Der Jahresabschluss selbst weist Finanzanlagen sowie Bankguthaben als wesentliche Vermögenspositionen aus.

Jahresverlust steigt auf gut 4.000 Euro

Auffällig ist insbesondere die Ergebnisentwicklung. Für 2025 meldet die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 4.013,92 Euro.

Im Vorjahr hatte der Verlust lediglich 1.911,95 Euro betragen. Damit hat sich der Fehlbetrag innerhalb eines Jahres um rund 2.102 Euro beziehungsweise 110 Prozent erhöht.

Hinzu kommt ein bereits bestehender Verlustvortrag von 5.818,41 Euro. Ende 2024 hatte dieser noch bei 3.906,46 Euro gelegen.

Zusammengenommen haben sich damit inzwischen Verluste von knapp 9.832 Euro angesammelt.

Rund 39 Prozent des Stammkapitals durch Verluste aufgezehrt

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert 25.000 Euro.

Nach Abzug des Verlustvortrags und des neuen Jahresfehlbetrags verbleibt zum Jahresende ein bilanzielles Eigenkapital von 15.167,67 Euro.

Damit sind rechnerisch bereits rund 39 Prozent des Stammkapitals durch die aufgelaufenen Verluste aufgezehrt.

Noch Ende 2024 hatte das Eigenkapital 19.181,59 Euro betragen. Innerhalb eines Jahres reduzierte es sich damit um knapp 21 Prozent.

Eine bilanzielle Überschuldung besteht nach den vorgelegten Zahlen allerdings nicht: Das Eigenkapital bleibt deutlich positiv.

Finanzanlagen mehr als verdoppelt

Auf der Aktivseite fällt gleichzeitig eine gegenläufige Entwicklung auf.

Die Finanzanlagen erhöhten sich von 5.000 Euro auf 11.000 Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 6.000 Euro beziehungsweise 120 Prozent.

Laut Anhang handelt es sich bei den Finanzanlagen um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Welche konkrete Beteiligung hinter den 11.000 Euro steht und weshalb sich der Wert 2025 erhöht hat, wird im veröffentlichten Abschluss nicht näher erläutert.

Fest steht jedoch, dass inzwischen rund zwei Drittel der gesamten Vermögenswerte der Gesellschaft aus Finanzanlagen bestehen.

Bankguthaben sinkt um fast zwei Drittel

Während die Beteiligungswerte zunahmen, gingen die liquiden Mittel erheblich zurück.

Zum Jahresende 2024 verfügte die Gesellschaft noch über 15.937,80 Euro an Kassen- und Bankguthaben. Ende 2025 waren davon noch 5.740,72 Euro vorhanden.

Das entspricht einem Rückgang um 10.197,08 Euro beziehungsweise rund 64 Prozent.

Ein Teil dieser Entwicklung lässt sich rechnerisch durch die um 6.000 Euro gestiegenen Finanzanlagen erklären. Hinzu kommt der Jahresverlust von gut 4.000 Euro.

Die Bilanz vermittelt damit ein relativ klares Bild: Ein erheblicher Teil der zuvor vorhandenen Liquidität wurde in Finanzanlagen umgeschichtet, während gleichzeitig das laufende Geschäft einen Verlust verursachte.

Kaum Verbindlichkeiten

Auf der Fremdkapitalseite ist die Gesellschaft dagegen nur gering belastet.

Die Verbindlichkeiten betragen lediglich 200 Euro und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Die Rückstellungen gingen leicht von 1.556,21 Euro auf 1.373,05 Euro zurück.

Insgesamt stehen damit einem Eigenkapital von rund 15.168 Euro lediglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten von zusammen rund 1.573 Euro gegenüber.

Die Gesellschaft ist bilanziell somit weiterhin überwiegend eigenkapitalfinanziert.

Eigenkapitalquote weiterhin bei rund 91 Prozent

Trotz der wiederholten Verluste fällt die Eigenkapitalquote ausgesprochen hoch aus.

Bei einer Bilanzsumme von 16.740,72 Euro und einem Eigenkapital von 15.167,67 Euro ergibt sich zum Jahresende 2025 eine Eigenkapitalquote von rund 90,6 Prozent.

Im Vorjahr lag sie mit rund 91,6 Prozent allerdings noch etwas höher.

Die hohen Eigenkapitalquoten relativieren die aufgelaufenen Verluste zumindest hinsichtlich der aktuellen Bilanzstruktur. Gleichzeitig sollte die Verlustentwicklung beobachtet werden: Bei einer Fortsetzung von Fehlbeträgen in der Größenordnung des Jahres 2025 würde das vorhandene Eigenkapital weiter abschmelzen.

Gesellschaft gehört zum wpd-Konzern

Von Bedeutung ist zudem die Konzernzugehörigkeit. Laut Anhang wird die Windpark Illerich-Rosenhof Beteiligungs GmbH in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2025 Dr. Gernot Blanke.

Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 20. April 2026 festgestellt.

Kleine Bilanz, aber deutliche Veränderungen

Der Abschluss 2025 zeigt damit eine sehr kleine Beteiligungsgesellschaft mit weiterhin solider Eigenkapitalbasis, aber einer auffälligen Ergebnisentwicklung.

Der Jahresverlust hat sich auf 4.013,92 Euro mehr als verdoppelt, das Eigenkapital ist auf rund 15.168 Euro gefallen und die liquiden Mittel sind um fast zwei Drittel geschrumpft. Gleichzeitig wurden die Finanzanlagen von 5.000 auf 11.000 Euro mehr als verdoppelt.

Kurzfristig erscheint die geringe Verschuldung als stabilisierender Faktor. Auf längere Sicht wird jedoch entscheidend sein, ob die Beteiligungen Erträge erwirtschaften können und die Serie von Jahresfehlbeträgen beendet wird. Denn obwohl die Gesellschaft aktuell noch über eine Eigenkapitalquote von mehr als 90 Prozent verfügt, haben die kumulierten Verluste inzwischen fast 40 Prozent des ursprünglichen Stammkapitals aufgezehrt.

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