Die Windpark Diepholz Repowering GmbH & Co. KG I hat ihren ersten Jahresabschluss nach der Gründung im Mai 2024 veröffentlicht. Die Projektgesellschaft weist zum Ende ihres ersten Geschäftsjahres eine solide Eigenkapitalausstattung und vergleichsweise geringe Verschuldung auf. Im Mittelpunkt der Bilanz stehen Investitionen in das Anlagevermögen, während sich das Unternehmen noch in der Aufbauphase des Repowering-Projekts befindet.
Die Gesellschaft wurde am 6. Mai 2024 gegründet. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme auf 2,23 Millionen Euro.
Anlagevermögen prägt die Bilanz
Den größten Teil des Vermögens bildet das Anlagevermögen mit 1,90 Millionen Euro. Hier sind insbesondere die Investitionen in das Windparkprojekt und die Beteiligungen der Gesellschaft erfasst.
Das Umlaufvermögen erreichte 330.498 Euro und umfasst vor allem liquide Mittel sowie kurzfristige Forderungen. Damit verfügt die Gesellschaft bereits im ersten Geschäftsjahr über finanzielle Reserven für den weiteren Projektverlauf.
Finanzierung überwiegend aus Eigenkapital
Die Bilanz ist überwiegend durch Eigenkapital finanziert. Dieses belief sich zum Jahresende auf 1,80 Millionen Euro und entspricht rund 81 Prozent der Bilanzsumme. Die Gesellschaft verfügt damit bereits in ihrer Startphase über eine solide Eigenkapitalbasis.
Den Eigenmitteln stehen 426.094 Euro an Verbindlichkeiten gegenüber. Davon entfallen lediglich 1.094 Euro auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Der überwiegende Teil in Höhe von 425.000 Euro besitzt eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden lediglich in Höhe von rund 1.093 Euro.
Zusätzlich wurden Rückstellungen von 3.500 Euro gebildet.
Windenergieanlage dient als Sicherheit
Aus dem Anhang geht hervor, dass Verbindlichkeiten in Höhe von 425.000 Euro durch Pfandrechte oder vergleichbare Sicherheiten abgesichert sind.
Zudem hat die Gesellschaft für die spätere Verpflichtung zum Rückbau der Windenergieanlage eine Bankbürgschaft über 119.830 Euro gestellt. Für diesen Betrag besitzt die finanzierende Bank ein entsprechendes Rückgriffsrecht gegenüber der Gesellschaft, das ebenfalls durch ein Pfandrecht an der Windenergieanlage abgesichert ist.
Projektgesellschaft ohne eigenes Personal
Wie bei vielen Projektgesellschaften im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigte das Unternehmen im ersten Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer. Planung, Entwicklung und Verwaltung werden in der Regel durch spezialisierte Dienstleister oder Unternehmen innerhalb der Unternehmensgruppe übernommen.
Erste Bilanz zeigt solide Ausgangslage
Der erste Jahresabschluss der Windpark Diepholz Repowering GmbH & Co. KG I verdeutlicht, dass sich die Gesellschaft noch in einer frühen Investitions- und Aufbauphase befindet. Die Vermögenswerte bestehen überwiegend aus langfristigen Investitionen in das Windparkprojekt, während die laufenden Verpflichtungen bislang überschaubar sind.
Mit einer Eigenkapitalquote von rund 81 Prozent verfügt die Gesellschaft über eine solide finanzielle Grundlage für die Umsetzung des Repowering-Vorhabens. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie sich der weitere Ausbau des Windparks entwickelt und wann die neuen Anlagen in den wirtschaftlichen Betrieb übergehen.