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Trump fordert Zinssatz-Deckelung für Kreditkarten – Ein populistischer Vorstoß zur Entlastung der Verbraucher
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Trump fordert Zinssatz-Deckelung für Kreditkarten – Ein populistischer Vorstoß zur Entlastung der Verbraucher

In einem neuen Versuch, die Sorgen der US-amerikanischen Bevölkerung rund um steigende Lebenshaltungskosten aufzugreifen, hat Ex-Präsident Donald Trump am Freitag für ein Jahr eine Obergrenze von 10 Prozent auf Kreditkartenzinsen gefordert. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kritisierte Trump, dass die Bürger „abgezockt“ würden und kündigte an, die Maßnahme ab dem 20. Januar – dem Jahrestag seiner möglichen Rückkehr ins Weiße Haus – umzusetzen.

Konkrete Details zur Umsetzung seines Vorschlags blieb Trump jedoch schuldig. Es ist unklar, ob er auf eine freiwillige Beteiligung der Kreditkartenanbieter setzt oder ob eine gesetzliche Regelung geplant ist. Bereits im September 2024 hatte er auf dem Wahlkampftrail eine solche Maßnahme angedeutet und sie mit dem Schlagwort „Bezahlbarkeit!“ begründet.

Der Vorstoß markiert eine deutliche Kehrtwende gegenüber früheren Entscheidungen seiner Regierung. Noch im Vorjahr unterstützte Trump die Aufhebung einer von Präsident Joe Biden eingeführten Gebührenbegrenzung von acht Dollar für Kreditkartentransaktionen. Diese Maßnahme hätte laut Verbraucherschutzbehörde CFPB amerikanische Haushalte jährlich um über zehn Milliarden Dollar entlastet.

Trumps neue Forderung stößt bei der Bankenlobby auf heftigen Widerstand. In einer gemeinsamen Erklärung warnten mehrere große Branchenverbände – darunter die American Bankers Association und die Consumer Bankers Association – vor den negativen Folgen eines Zinsdeckels. Eine derartige Regelung könnte die Kreditvergabe einschränken und einkommensschwache Haushalte aus dem Markt drängen. Stattdessen, so die Banken, würden viele Verbraucher auf weniger regulierte, oft teurere Alternativen ausweichen.

Zudem könnte der Plan bestehende Ungleichheiten verstärken: In einer zunehmend gespaltenen US-Wirtschaft profitieren Wohlhabende von Aktiengewinnen und Immobilienwertsteigerungen, während Geringverdiener unter steigenden Preisen, Schulden und einem schwächelnden Arbeitsmarkt leiden.

Trump versucht derzeit verstärkt, mit wirtschaftspolitischen Vorschlägen in sozialen Medien zu punkten. Neben der Kreditkarteninitiative kündigte er unter anderem an, Hypothekenanleihen aufkaufen zu lassen und institutionellen Investoren den Erwerb von Einfamilienhäusern zu verbieten.

Trotz dieser Bemühungen bleibt die öffentliche Wahrnehmung kritisch. Laut einer aktuellen CNN-Umfrage glauben 61 Prozent der Amerikaner, dass Trumps Politik die wirtschaftliche Lage verschlechtert habe.

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