Viele Stromkundinnen und Stromkunden in Deutschland können im kommenden Jahr mit einer spürbaren Entlastung rechnen. Nach einer aktuellen Stichprobe der Bundesnetzagentur dürften die Netzentgelte, die einen wesentlichen Teil des Strompreises ausmachen, im bundesweiten Durchschnitt um rund zwei Cent pro Kilowattstunde sinken.
Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von etwa 3.500 Kilowattstunden bedeutet das eine mögliche Ersparnis von rund 70 Euro im Jahr.
Netzentgelte werden von den Betreibern der Stromnetze erhoben, um die Kosten für Transport und Verteilung des Stroms zu decken. Sie machen je nach Region zwischen einem Fünftel und einem Drittel des Strompreises aus.
Grund für die erwartete Entlastung sind laut der Behörde unter anderem gesunkene Beschaffungskosten und geringere Ausgaben für Netzausbau und Stabilisierung, nachdem die Energiepreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen waren.
Ob sich die Senkung tatsächlich in den Stromtarifen widerspiegelt, hängt allerdings auch von den jeweiligen Energieversorgern ab – sie entscheiden, in welchem Umfang die niedrigeren Netzentgelte an ihre Kunden weitergegeben werden.
Die Bundesnetzagentur will die endgültigen Zahlen zu den Netzentgelten für 2026 im Laufe des Novembers veröffentlichen.