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Neuer Hoffnungsträger gegen Alzheimer: Erste Patienten in Deutschland erhalten Lecanemab

Gadini (CC0), Pixabay

Seit gut einem Monat ist das Alzheimer-Medikament Lecanemab in Deutschland zugelassen – nun haben die ersten Patientinnen und Patienten mit der Behandlung begonnen. Nach Angaben der Deutschen Hirnstiftung gibt es bereits mehrere Kliniken und Praxen, die das Präparat verabreichen. Auch an der Berliner Charité werde die neue Therapie inzwischen eingesetzt.

Lecanemab gilt als ein wichtiger Fortschritt in der Alzheimer-Forschung. Das Medikament richtet sich gezielt gegen Ablagerungen im Gehirn, sogenannte Beta-Amyloide, die als ein zentraler Auslöser der Krankheit gelten. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass es bei bestimmten Patienten im Frühstadium den Verlauf der Erkrankung um einige Monate verzögern kann.

Die Anwendung erfolgt über regelmäßige Infusionen. Geeignet ist Lecanemab allerdings nur für eine kleine Patientengruppe – etwa für Menschen, bei denen die Krankheit früh erkannt wurde und die bestimmte medizinische Kriterien erfüllen.

Fachleute betonen, dass das Medikament kein Heilmittel darstellt, sondern lediglich den Krankheitsfortschritt etwas bremst. Dennoch gilt es als bedeutender Schritt: Zum ersten Mal steht Betroffenen in Deutschland eine Therapie zur Verfügung, die direkt an den Ursachen der Alzheimer-Erkrankung ansetzt.

Die Deutsche Hirnstiftung spricht von einem „wichtigen Signal“ für Patienten und ihre Angehörigen. Mit weiteren Studien und neuen Medikamenten hofft die Wissenschaft, den Kampf gegen Alzheimer langfristig entscheidend voranzubringen.

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