Der Anteil von Ostdeutschen in Führungspositionen hat sich in den vergangenen Jahren zwar leicht erhöht, bleibt aber insgesamt auf niedrigem Niveau. Das zeigt der aktuelle Elitenmonitor der Universität Leipzig, der heute vorgestellt wird.
Politische Spitzenposten mit den höchsten Anteilen
Besonders in der Politik zeigt sich ein vergleichsweise hoher Anteil: 21 Prozent der Führungspositionen sind dort mit Ostdeutschen besetzt. Auch in der Verwaltung gab es einen spürbaren Zuwachs – hier stieg der Anteil auf fast 13 Prozent.
Rückschritte in Wirtschaft und Kultur
Anders sieht es in der Wirtschaft und im Kulturbereich aus: Dort ist der Anteil von Ostdeutschen in Führungspositionen sogar leicht zurückgegangen. Damit bestätigt die Studie eine Entwicklung, die seit Jahren diskutiert wird: In privatwirtschaftlichen Spitzenjobs sind Ostdeutsche weiterhin deutlich unterrepräsentiert.
Untersuchung über zwölf Bereiche hinweg
Für den Elitenmonitor wurden 3.000 Führungspositionen in zwölf gesellschaftlichen Bereichen analysiert – von Politik, Verwaltung und Wirtschaft bis hin zu Wissenschaft, Kultur und Medien. Ziel der Untersuchung ist es, ein repräsentatives Bild über die Macht- und Einflussverteilung zwischen Ost- und Westdeutschen zu zeichnen.
Bedeutung der Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass der Wiedervereinigungsprozess im Bereich der Eliten weiterhin unvollständig ist:
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In der Politik sind Ostdeutsche vergleichsweise stark vertreten, was unter anderem auf die stärkere Einbindung von ostdeutschen Spitzenpolitikerinnen und -politikern in Parteien und Parlamenten zurückzuführen ist.
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In der Wirtschaft dagegen bleiben ostdeutsche Karrieren oft auf mittleren Ebenen stecken – sei es durch Netzwerkeffekte, Standortfaktoren oder strukturelle Barrieren.
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Im Kulturbereich wirft der Rückgang Fragen nach Chancengleichheit und der Repräsentanz ostdeutscher Perspektiven auf.