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Sicherheitsrisiko auf der Autobahn: 20 Prozent der Lkw mit gefährlichen Defekten

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Transporter, Lkw, Sattelzüge – sie halten die Wirtschaft am Laufen. Doch viele von ihnen sind in einem bedenklichen Zustand. Der neue Nutzfahrzeug-Report 2025 des TÜV-Verbands zeigt: Jedes fünfte Nutzfahrzeug ist bei der Hauptuntersuchung durchgefallen – und das oft nicht wegen kleiner Schönheitsfehler, sondern wegen erheblicher oder gar gefährlicher Mängel.

Ergebnisse der Hauptuntersuchungen

Für den Report wurden bundesweit 2,31 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet. Das Ergebnis: 20,4 Prozent aller Nutzfahrzeuge bestanden die Prüfung nicht. Damit hat sich die Quote der Fahrzeuge mit gravierenden Mängeln gegenüber dem letzten Report um 0,8 Prozentpunkte erhöht.

Besonders auffällig: Schwere Lkw mit hoher Laufleistung schnitten deutlich schlechter ab als kleinere Transporter. Die Prüfer fanden hier häufiger Defekte, die nicht nur den Betrieb, sondern auch die Verkehrssicherheit gefährden können.

Gründe für die hohen Mängelquoten

  • Alter Fuhrpark: Viele Lkw sind überdurchschnittlich alt. Anders als Pkw werden sie oft über Jahre hinweg stark beansprucht, bevor sie ersetzt werden.

  • Hohe Laufleistungen: Die intensive Nutzung führt zu Verschleißerscheinungen – vor allem an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen, Achsen oder Beleuchtung.

  • Assistenzsysteme: Moderne Lkw sind mit einer Vielzahl digitaler Fahrerassistenzsysteme ausgestattet. Doch diese können bei der Hauptuntersuchung bislang nur eingeschränkt überprüft werden. Probleme bleiben so unter Umständen länger unentdeckt.

Entwicklung des Nutzfahrzeugbestands

In den vergangenen zehn Jahren ist der Bestand an Lkw in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Mehr Fahrzeuge auf den Straßen bedeuten auch eine höhere Belastung der Infrastruktur – und stellen die Prüforganisationen vor zusätzliche Herausforderungen.

Fazit

Der TÜV-Report macht deutlich: Die Zahl der Nutzfahrzeuge mit „gefährlichen“ Mängeln nimmt zu – ein Risiko für Verkehrssicherheit und Logistik. Experten fordern deshalb strengere Kontrollen, kürzere Prüfintervalle für ältere Fahrzeuge und bessere technische Möglichkeiten, um auch elektronische Systeme zuverlässig prüfen zu können.

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