Was früher mühsam mit gestohlenen Fotos und schlecht formulierten Nachrichten begann, erreicht heute eine neue Dimension: Heiratsschwindler und Liebesbetrüger setzen zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) ein, um ihre Opfer noch überzeugender zu täuschen.
Mit Hilfe von KI-generierten Profilbildern, täuschend echten Sprachnachrichten oder sogar Videos erschaffen Kriminelle virtuelle Partner, die perfekt auf die Sehnsüchte ihrer Zielpersonen zugeschnitten sind. Auf Plattformen wie Facebook, Tinder oder Instagram tummeln sich längst unzählige dieser künstlichen „Liebhaber“.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Durch KI bekommt der sogenannte Love Scam eine völlig neue Dynamik. Die Täter können ihre Opfer emotional noch schneller binden – und so letztlich erfolgreicher an ihr Ziel kommen: Geld.
Typische Warnsignale
Auch wenn die Masche immer raffinierter wird, gibt es nach wie vor Hinweise, die Betroffene hellhörig machen sollten:
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Die Bekanntschaft bittet schon früh um finanzielle Hilfe, etwa wegen angeblicher Notfälle, Geschäftschancen oder Reisekosten.
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Es kommt nie zu einem persönlichen Treffen – stattdessen gibt es Ausreden oder technische Probleme bei Videoanrufen.
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Die Kommunikation ist auffällig intensiv und schnell vertraut, oft schon nach wenigen Tagen.
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Fotos oder Profile wirken „zu perfekt“, um wahr zu sein.
Schutzmöglichkeiten
Der wichtigste Grundsatz bleibt aktuell wie eh und je: „Bei Geld hört die Freundschaft – und die Liebe – auf.“ Niemand sollte Geld an Online-Bekanntschaften überweisen, egal wie glaubwürdig die Geschichte klingt.
Darüber hinaus helfen:
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Bilder-Rückwärtssuchen, um gefälschte Fotos zu entlarven.
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Misstrauen bei allzu romantischen und schnellen Liebesbeteuerungen.
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Gespräche mit Freunden oder Familie, um die eigene Wahrnehmung zu überprüfen.