Nur einen Tag nach Inkrafttreten der neuen Waffenverbotszone in Wien-Ottakring ist es am Yppenplatz zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen. Am Samstagabend wurde ein 26-jähriger Mann schwer verletzt, nachdem er mit mehreren Schnittverletzungen in der Brunnengasse von der Polizei aufgefunden wurde. Inzwischen wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.
Wie Polizeisprecher Markus Dittrich mitteilte, handelt es sich um einen 32-jährigen syrischen Staatsbürger, der in einem Bekanntschaftsverhältnis zum Opfer stehen soll. Zeugen hatten gegen 22 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie eine Rauferei in der Nähe des Yppenplatzes beobachtet hatten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte lag das Opfer bereits schwer verletzt am Boden.
Die Polizei sicherte in der Nähe des Tatorts ein 30 Zentimeter langes Messer, an dessen Klinge sich Blutspuren befanden – mutmaßlich die Tatwaffe. Der Täter sowie mehrere andere Beteiligte hatten sich zunächst vom Ort des Geschehens entfernt.
Wie sich später herausstellte, suchte der 32-Jährige selbst ein Krankenhaus auf, um eigene Schnittverletzungen behandeln zu lassen. Dort wurde er von der Polizei identifiziert und festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft befindet er sich inzwischen in einer Justizanstalt. Eine Einvernahme des Verdächtigen stand am Montag noch aus, das Tatmotiv ist derzeit unklar.
Die Gewalttat wirft ein Schlaglicht auf die angespannte Sicherheitslage im Bezirk und stellt die Wirksamkeit der neuen Waffenverbotszone nur einen Tag nach ihrer Einführung bereits auf eine ernste Probe. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien laufen auf Hochtouren.