Im Departement Aude im Süden Frankreichs tobt seit Tagen ein Feuer, wie es das Land seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. 1.500 Feuerwehrleute stehen unermüdlich im Einsatz, um den größten Flächenbrand seit Menschengedenken in der Region zu bändigen.
Das Inferno brach am Dienstag in der Gemeinde Ribaute aus. Innerhalb weniger Stunden fraßen sich die Flammen durch die trockene Vegetation, angefacht von starkem Wind und anhaltender Dürre. Dichte Rauchschwaden legten sich über Dörfer und Weinhänge, während der Himmel über dem Landstrich in ein bedrohliches Orange getaucht wurde.
Seit Donnerstagabend gelingt es den Einsatzkräften, die Feuersfront unter Kontrolle zu halten – doch noch immer lodern Glutnester, und die größten Flammen könnten frühestens bis Sonntagabend besiegt sein. Die Hitze, der Wind und das unwegsame Gelände erschweren die Arbeit. Löschflugzeuge und Hubschrauber kreisen über dem Brandgebiet, um das Feuer aus der Luft zu bekämpfen, während am Boden kilometerlange Schlauchleitungen verlegt werden.
Für viele Bewohner der betroffenen Gemeinden bleibt die Nacht unruhig – in der Hoffnung, dass das Feuer bald erlischt und der südfranzösische Sommer wieder friedlich wird.