Im Zentrum der beliebten Urlaubsinsel Mallorca spitzt sich die Wasserknappheit dramatisch zu. Besonders betroffen ist die Region Pla de Mallorca, die sich mit akuter Trockenheit konfrontiert sieht. Seit Wochen haben dort zahlreiche Gemeinden mit sinkenden Grundwasserspiegeln, ausgetrockneten Quellen und ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen.
Die Präsidentin der Region gab bekannt, dass man aktuell ernsthaft prüfe, mehrere der insgesamt 14 betroffenen Gemeinden zum offiziellen Notstandsgebiet zu erklären. Eine solche Maßnahme würde es ermöglichen, dringend benötigtes Trinkwasser per Tankwagen zu liefern – auf Kosten der Regierung der Balearen.
Die Situation ist besonders für landwirtschaftliche Betriebe und die ländliche Bevölkerung kritisch, da viele Höfe auf eigene Brunnen angewiesen sind, die kaum noch Wasser führen. Auch der Tourismus könnte in Mitleidenschaft gezogen werden, sollten Hotels oder Fincas im Landesinneren von Versorgungsengpässen betroffen sein.
Obwohl die Touristenzentren an der Küste bislang nicht unmittelbar betroffen sind, wächst die Sorge, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Schon jetzt ist der Wasserverbrauch auf Mallorca durch den Hochsommer und den starken Tourismusanstieg deutlich erhöht.
Die Balearen-Regierung appelliert an die Bevölkerung, Wasser zu sparen, etwa durch das Vermeiden unnötiger Gartenbewässerung oder Poolfüllungen. Langfristig sollen Investitionen in Entsalzungsanlagen und eine modernisierte Wasserinfrastruktur helfen, solche Krisen künftig besser zu bewältigen.
Die nächste Entscheidung zur Ausrufung des Notstands wird in den kommenden Tagen erwartet. Bis dahin gilt: Jeder Tropfen zählt.