Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor den Angeboten der Website kings-alliance.com. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Plattform ohne die erforderliche behördliche Erlaubnis in Deutschland Finanzdienstleistungen, Wertpapiergeschäfte und Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet.
Die Betreiber geben an, ihren Sitz in Frankfurt am Main zu haben und behaupten, unter der Aufsicht der sogenannten European Financial Authority (FINAEU) zu stehen. Tatsächlich handelt es sich bei der FINAEU um keine echte Aufsichtsbehörde – sie ist frei erfunden. Bereits am 29. August 2024 hatte die BaFin öffentlich vor dieser angeblichen Institution gewarnt.
Anbieter wie Kings Alliance nutzen erfundene Behördenbezeichnungen, um Vertrauen zu erschleichen und Verbraucherinnen und Verbraucher zur Geldanlage zu bewegen. Solche Konstruktionen sollen Seriosität suggerieren, wo tatsächlich keinerlei Regulierung oder Kontrolle existiert. Für Anleger besteht daher das Risiko, nicht nur Geld, sondern auch persönliche Daten an unseriöse Akteure zu verlieren.
Laut deutschem Recht – konkret § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) und § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) – dürfen Finanz- und Kryptodienstleistungen in Deutschland nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann jederzeit über die Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich lizenziert ist.
Die BaFin ruft dazu auf, extreme Vorsicht walten zu lassen, insbesondere wenn Unternehmen mit schnellen Gewinnen, Schein-Aufsichten oder Drucktaktiken werben. Wer bereits Zahlungen an Kings Alliance geleistet hat oder Zweifel an der Seriosität des Anbieters hat, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten und sich auch an die BaFin oder eine Verbraucherzentrale wenden.