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40-Millionen-Dollar-Parade am Trump-Geburtstag – Armee nennt es „Jahrhundertchance“

MIH83 (CC0), Pixabay

Zum 250. Jubiläum der US-Armee wird am Samstag eine massive Militärparade in der Hauptstadt stattfinden – ein Spektakel mit Tanks, Hubschraubern, Soldaten in historischen Uniformen und Kampfflugzeugen. Kostenpunkt: 25 bis 40 Millionen US-Dollar. Dass die Parade ausgerechnet auf den Geburtstag von Präsident Donald Trump fällt, sei laut Armeeminister Dan Driscoll jedoch reiner Zufall.

„Außer Soldaten hätten diesen Tag 170 Jahre vor seiner Geburt absichtlich geplant, ist das einfach Zufall“, sagte Driscoll gegenüber USA TODAY.

Kritik: Politische Selbstdarstellung statt Ehrenakt

Während das Pentagon die Parade als patriotischen Akt bezeichnet, sehen viele Demokraten sie als teure politische Inszenierung. Senator Jack Reed kritisierte das Ereignis als „Trumps Ego-Show auf Staatskosten“. Auch der Einsatz schwerer Fahrzeuge wie Abrams-Panzer wirft Fragen über Straßenschäden und Sinnhaftigkeit auf.

Driscoll verteidigt die Investition mit Verweis auf die mögliche Wirkung: „Wir glauben, dass Millionen zuschauen und sich inspiriert fühlen werden, zur Armee zu gehen. Das ist jede Investition wert.“

Trump führt Parade an – Ex-Militärs eingeladen

Trump soll die Parade von einer speziell errichteten Ehrentribüne aus beobachten. Eingeladen seien laut Driscoll auch Mark Esper und Mark Milley, zwei hochrangige Ex-Militärs, die sich in der Vergangenheit öffentlich von Trumps Politik distanzierten. Offiziell bestätigt ist ihre Teilnahme bisher nicht.

Esper wurde 2020 von Trump entlassen, nachdem er sich gegen den Einsatz des Militärs gegen Demonstrierende ausgesprochen hatte. Milley, Ex-Generalstabschef, hatte sich öffentlich für seinen Auftritt in Uniform mit Trump nach der Räumung von Protesten im Lafayette Park entschuldigt.

Nationalgarde-Einsätze in Los Angeles unter Druck

Die Parade findet vor dem Hintergrund anhaltender Kritik am Einsatz von Tausenden Nationalgardisten in Los Angeles statt – eine Maßnahme, die Gouverneur Gavin Newsom entschieden ablehnt. Dennoch verteidigt Driscoll den Einsatz: Trump habe im Wahlkampf angekündigt, „Gesetz und Ordnung“ zu garantieren – jetzt setze er das um.

Das Heimatschutzministerium hat zudem weitere 20.000 Nationalgardisten zur Unterstützung der Einwanderungsbehörden angefordert. Kostenpunkt: geschätzte 3,6 Milliarden US-Dollar.

Drohnen als größte Bedrohung

Abseits der Parade äußerte sich Driscoll auch zu einem militärischen Dauerthema: Waffenfähige Drohnen, wie sie im Ukrainekrieg eingesetzt werden, seien die „größte tägliche Bedrohung“ für US-Soldaten. Der Angriff der Ukraine auf russische Flugzeuge habe gezeigt, wie gefährlich kostengünstige Drohnentechnologie für teures Militärequipment werden könne.

„Das ist ein Albtraum für jede Armee weltweit“, so Driscoll.

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