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Studie: Diese US-Bundesstaaten sind für queere Menschen am sichersten – und diese am gefährlichsten

Astrobobo (CC0), Pixabay

In den Vereinigten Staaten wird es für viele LGBTQ+-Menschen zunehmend zur Frage der politischen Zugehörigkeit eines Bundesstaates, ob sie sich dort sicher fühlen können. Das geht aus dem aktuellen State LGBTQ+ Business Climate Index der Organisation Out Leadership hervor, der am Montag exklusiv von USA TODAY veröffentlicht wurde.

Besonders alarmierend: Die Gleichstellung von queeren Menschen hat laut Index im dritten Jahr in Folge landesweit abgenommen – mit den stärksten Rückgängen in republikanisch geführten Bundesstaaten.

Politik als Sicherheitsfaktor

Während progressive Bundesstaaten wie Massachusetts, New York, Connecticut und New Jersey an der Spitze des Rankings stehen, belegen konservative Staaten wie Arkansas, South Carolina, Louisiana, South Dakota und Alabama die hintersten Plätze.

Laut Todd Sears, dem Gründer und CEO von Out Leadership, ist der wachsende politische Gegensatz verantwortlich:

„Der Unterschied zwischen Staaten, die queere Menschen willkommen heißen, und denen, die sie aktiv ausgrenzen, war nie größer.“

Im Fokus der Kritik stehen vor allem sogenannte „Don’t Say Gay“-Gesetze, religiöse Ausnahmeregelungen und ein genereller politischer Ton, der gezielt gegen trans Personen gerichtet sei.

Einzelfall mit Symbolkraft: Zane Eaves verlässt Oklahoma

Ein Beispiel für die Folgen dieser Entwicklung ist der Fall von Zane Eaves, einem trans Mann aus Oklahoma. Aufgrund wachsender Feindseligkeit, Morddrohungen und politischem Druck entschied er sich kürzlich, mit seiner Familie nach North Carolina zu ziehen.

„Ich versuche einfach nur, am Leben zu bleiben und meine Ehe zu retten“, sagte der 35-Jährige gegenüber USA TODAY. Sein Heimatstaat belegt im Index Platz 44 von 50.

Bundesweite Umzugswelle von LGBTQ+-Personen

Der Index, ursprünglich als Orientierungshilfe für Unternehmen entwickelt, wird inzwischen von vielen queeren Menschen als Entscheidungshilfe für Wohnortwahl und Arbeitsplatzsuche genutzt.

Laut einer Umfrage des Williams Institute der UCLA hat fast die Hälfte aller trans Personen in den USA bereits ihre Wohnorte aufgrund der politischen Lage verlassen – und etwa ein Viertel denkt ernsthaft darüber nach. Die wichtigsten Gründe:

  • Sorge um LGBTQ+-Rechte (76 %)

  • politische und gesellschaftliche Unsicherheit (71 %)

  • transfeindliche Rhetorik (60 %)

  • konkrete Anti-Trans-Gesetze (47 %)

Kanadische Organisationen berichten von Anfragen aus den USA

Besonders drastisch ist die Situation im Jahr 2025: Die kanadische NGO Rainbow Railroad, die weltweit queeren Menschen bei der Flucht vor Verfolgung hilft, verzeichnete bereits über 3.000 Hilfegesuche von LGBTQ+-Menschen aus den USA – ein Anstieg von mehr als 1.000 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Organisation TRACTION mit Sitz in Washington State meldet einen massiven Anstieg an Hilfsanfragen – insbesondere aus Texas, Oklahoma und Arkansas. Die meisten Anfragenden fühlen sich laut Geschäftsführer Michael Woodward in ihrer Nachbarschaft nicht mehr sicher.

„Vor der Wahl bekamen wir ein paar Anfragen pro Woche – jetzt sind es drei bis fünf pro Tag“, sagt Woodward. Die Organisation sei personell kaum noch in der Lage, dem Bedarf gerecht zu werden.

Die 10 LGBTQ+-freundlichsten Bundesstaaten 2025:

  1. Massachusetts (gleichauf mit New York)

  2. New York

  3. Connecticut

  4. New Jersey

  5. Vermont

  6. California

  7. Rhode Island

  8. Washington

  9. Maine

  10. Illinois

Die 5 am schlechtesten bewerteten Bundesstaaten:

  1. Arkansas

  2. South Carolina

  3. Louisiana

  4. South Dakota

  5. Alabama

Fazit:
Für viele queere Menschen ist die Entscheidung, wo sie leben und arbeiten möchten, heute mehr denn je eine Frage der Sicherheit – und zunehmend auch eine Frage der politischen Führung in ihrem Bundesstaat. Während einige Regionen weiter Fortschritte bei Gleichstellung und Schutz machen, erleben andere einen dramatischen Rückschritt.

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