Ein verheerendes Feuer hat in der Nacht das Marienkrankenhaus im Hamburger Stadtteil Hohenfelde erschüttert. Bei dem Brand auf der geriatrischen Station, die auf die Pflege älterer Menschen spezialisiert ist, sind drei Männer im Alter von 84, 85 und 87 Jahren ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.
Insgesamt wurden 34 Menschen verletzt, darunter zahlreiche Patientinnen und Patienten sowie Pflegekräfte. Ein Verletzter schwebt laut Angaben der Feuerwehr in Lebensgefahr. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Menschen aus dem brennenden Gebäude zu evakuieren und medizinisch zu versorgen.
Das Feuer brach aus noch ungeklärten Gründen in einem Zimmer im Erdgeschoss aus. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren. Die Kriminalpolizei hat den betroffenen Bereich beschlagnahmt, um Spuren zu sichern und Zeugenaussagen auszuwerten.
Die geriatrische Station war zum Zeitpunkt des Brandes voll belegt. Die Evakuierung gestaltete sich angesichts der eingeschränkten Mobilität vieler Patienten als besonders schwierig. Feuerwehrleute berichteten von dramatischen Szenen: Rauchschwaden, eingesperrte Patienten, hektische Rettungsmaßnahmen – ein Einsatz an der Grenze der Belastbarkeit.
Hamburgs Innensenator äußerte sich betroffen über das Unglück und sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus. Auch zahlreiche Hilfsangebote für Betroffene und Klinikpersonal wurden bereits organisiert.
Die Katastrophe wirft erneut Fragen zum Brandschutz in Kliniken auf – insbesondere auf Stationen, auf denen besonders vulnerable Menschen untergebracht sind. Während die Stadt Aufklärung verspricht, stehen Angehörige, Pflegekräfte und Überlebende unter dem Eindruck einer Nacht, die alles verändert hat.