Ein schweres Gewitter am Nachmittag hat in Teilen Thüringens für erhebliche Schäden und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders betroffen war die Gemeinde Buttelstädt im Weimarer Land, wo heftige Regenfälle eine Schlammlawine auslösten. Nach Angaben der Polizei liefen mehrere Keller voll, zudem kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Auch die Bundesstraße 90 war von den Auswirkungen des Unwetters betroffen: Dort stürzten mehrere Bäume um und blockierten die Fahrbahn. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um Schlamm zu beseitigen, Keller leerzupumpen und Straßen wieder passierbar zu machen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Wetterlage bleibt angespannt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für den Abend vor weiteren schweren Gewittern, insbesondere in großen Teilen Sachsens. Dort sei mit unwetterartigen Entwicklungen, heftigem Starkregen, Blitzschlag sowie Sturmböen und umstürzenden Bäumen zu rechnen. Bewohnerinnen und Bewohner sind aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, lose Gegenstände zu sichern und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten.
Einsatzkräfte in Bereitschaft
Die Einsatzkräfte bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft. Besonders ländliche Regionen mit steilen Hängen oder unzureichender Entwässerung gelten als anfällig für Erdrutsche und Schlammlawinen nach Starkregen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, lokale Warnungen ernst zu nehmen und auf Durchsagen sowie Apps wie „NINA“ oder „Katwarn“ zu achten.
Das Unwetter zeigt erneut, wie schnell sommerliche Wärme in gefährliche Wetterextreme umschlagen kann – mit teils verheerenden Folgen für Infrastruktur und Sicherheit.