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Audi warnt vor Betrug mit nicht existierenden Gebrauchtwagen – Zahl der Fake-Angebote im Netz steigt

blickpixel (CC0), Pixabay

Nach Mercedes-Benz warnt nun auch Audi vor einer neuen Masche von Online-Betrügern: In mehreren Ländern kursieren aktuell gefälschte Gebrauchtwagen-Webseiten, auf denen hochwertige Fahrzeuge angeboten werden, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Die Seiten sind laut Audi täuschend echt gestaltet und verwenden offizielle Logos, Designs und teilweise sogar Bilder echter Mitarbeiter von Audi-Vertriebspartnern.

Ziel: Anzahlungen für Autos, die es nicht gibt

Die Betrüger geben sich als autorisierte Audi-Vertriebspartner aus und bieten Fahrzeuge zu auffallend günstigen Preisen an – insbesondere beliebte Audi-Modelle. Doch weder die Autos noch die angeblichen Verkaufsplattformen existieren. Ziel der Täter ist es, Interessenten zu Vorauszahlungen oder vollständigen Überweisungen zu verleiten, ohne dass je ein Auto übergeben wird.

Audi selbst warnt eindringlich:

„Keinesfalls sollte Geld überwiesen werden, ohne dass das Fahrzeug vorher persönlich in Augenschein genommen wurde.“

Besonders kritisch: Die Täter nutzen gefälschte E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Kontodaten, die auf den ersten Blick glaubwürdig erscheinen. Für Verbraucher ist der Betrug oft nicht oder nur schwer zu erkennen.

Die Masche ist nicht neu – aber gefährlicher als je zuvor

Bereits Ende April hatte auch Mercedes-Benz ähnliche Warnungen veröffentlicht. Dort waren ebenfalls gefälschte Kaufverträge, Angebotskataloge und Rechnungen im Umlauf, die mit professionellem Layout und scheinbarer Seriosität Vertrauen erweckten.

Zunahme der Fälle – Fokus auf teure Fahrzeuge

Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), bestätigt den Trend:

„Wir sehen aktuell eine deutliche Zunahme von Betrugsversuchen im Online-Autohandel – besonders bei hochwertigen und gefragten Fahrzeugen.“

Laut Peckruhn geraten sogar professionelle Autohäuser ins Visier der Betrüger. Der Betrug erfolgt häufig grenzüberschreitend, etwa in Deutschland, Österreich und der Schweiz, was die Strafverfolgung zusätzlich erschwert.

Tipps zur Sicherheit beim Autokauf im Netz

Um sich vor solchen Betrugsfällen zu schützen, raten Audi und Branchenexperten:

Niemals Geld überweisen, ohne das Fahrzeug persönlich begutachtet zu haben
✅ Nur über zertifizierte Händlerwebsites oder offizielle Markenportale kaufen
✅ Bei Unsicherheit: Kontaktaufnahme mit einem autorisierten Audi-Partner oder Autohaus vor Ort
✅ Vorsicht bei ungewöhnlich niedrigen Preisen – sie sind oft ein Warnsignal
✅ Bei Betrugsverdacht: sofort Strafanzeige erstatten

Fazit:

Der Online-Autohandel boomt – und mit ihm die Risiken durch professionellen Betrug. Die Warnung von Audi zeigt: Selbst namhafte Marken werden zur Zielscheibe für clever gefälschte Verkaufsplattformen, die auf das Geld ahnungsloser Käufer aus sind. Verbraucher sollten bei Online-Angeboten für Gebrauchtwagen höchste Vorsicht walten lassen – denn was gut aussieht, ist nicht immer echt.

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