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Online-Pflanzenkauf: Verbraucherzentrale warnt vor Mängeln und Täuschungen

parblusa (CC0), Pixabay

Mit dem Frühling erwacht bei vielen die Lust auf frisches Grün auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Immer mehr Menschen bestellen ihre Pflanzen bequem im Internet – doch das birgt unerwartete Risiken. Statt kräftiger Sträucher oder blühender Balkonpflanzen kommt manchmal enttäuschende oder gar mangelhafte Ware an. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt nun verstärkt vor Problemen im Online-Pflanzenhandel.

Große Erwartungen – kleine Lieferung

Der Fall eines Verbrauchers, der bei einem Onlinehändler einen Kirschbaum bestellte und stattdessen nur ein Tütchen mit Samen erhielt, ist laut VZB kein Einzelfall. Auch andere Käufer meldeten, dass die geliefte Pflanze nicht der Produktbeschreibung entsprach oder dass sie den Transport stark beschädigt nicht überstanden hatte. Gelbe Blätter, abgeknickte Zweige oder schlicht andere Pflanzen als bestellt – die Liste der Mängel ist lang.

Rechte der Verbraucher: Gewährleistung und Widerruf

Carina Eberhardt, Referentin bei der VZB, rät betroffenen Käufer:innen, sich auf ihre Rechte zu berufen:

„Wer mangelhafte Pflanzen oder statt eines Baumes nur Samen erhält, sollte unverzüglich Fotos machen, den Mangel dokumentieren und den Anbieter kontaktieren. Man kann dann Ersatz oder Rückerstattung verlangen – das ist ein Fall für das Gewährleistungsrecht.“

Zusätzlich steht Käufer:innen bei Onlinekäufen in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu – auch ohne Mängel. Doch es gibt eine Einschränkung:

  • Topf- oder Gartenpflanzen gelten nicht als schnell verderbliche Ware – hier gilt das Widerrufsrecht.

  • Schnittblumen oder bereits stark veränderte Pflanzen hingegen können vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sein.

Wichtig: Der Widerruf muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware erklärt werden. Dabei reicht es, den Widerruf formlos schriftlich per E-Mail oder über das Rückgabeformular des Shops einzureichen.

Der sichere Weg: Pflanzen lieber im Fachhandel kaufen

Die VZB rät grundsätzlich dazu, Pflanzen besser im stationären Handel zu kaufen – also im Gartencenter, Baumarkt oder Blumenladen. Dort kann man die Pflanze vor dem Kauf persönlich begutachten: Ist sie gesund? Entspricht sie dem Foto? Hat sie starke Wurzeln? Diese Kontrolle ist online nicht möglich.

„Gerade bei empfindlichen Pflanzen kommt es auf eine fachgerechte Verpackung und den richtigen Transport an“, so Eberhardt.
„Das lässt sich im Onlinehandel nicht immer sicherstellen.“

Fazit:

Der Onlinekauf von Pflanzen kann bequem sein – aber auch teuer, ärgerlich und riskant, wenn Mängel auftreten. Verbraucher sollten ihre Rechte kennen, Reklamationen nicht scheuen und vor allem bei hochwertigen oder empfindlichen Pflanzen lieber vor Ort kaufen. Denn grüne Freude beginnt mit einem gesunden Start – und der sollte nicht erst auf dem Transportweg verwelken.

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