Amazon-CEO Andy Jassy betonte bei der Vorstellung der Quartalszahlen am 1. Mai, dass das Unternehmen trotz der neuen Zollpolitik der Trump-Regierung gut aufgestellt sei. Zwar herrsche Unsicherheit darüber, wie sich die Zölle genau entwickeln werden, doch Amazon sei „besser positioniert als die Konkurrenz“, um Kund:innen stabile Preise und zuverlässige Lieferungen zu bieten.
Hintergrund:
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Präsident Donald Trump kündigte im April neue Zölle auf zahlreiche Importe an – offiziell als Teil seines „Liberation Day“-Programms.
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Erste Preissteigerungen sind bereits messbar: Laut MoffettNathanson stiegen die Preise für 50 untersuchte Amazon-Produkte im Schnitt um 4,2 % seit dem 2. April.
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Trotz steigender Preise sieht sich Amazon als Gewinner im Zolldruck: Mit mehr als 2 Millionen Anbietern und breitem Sortiment könne man Preisschwankungen besser abfedern als etwa Walmart oder Wayfair.
Kontroverse um Preistransparenz:
Ein Bericht, wonach Amazon plane, Zollaufschläge direkt im Webshop anzuzeigen, wurde vom Weißen Haus als „politischer Akt“ kritisiert. Amazon widersprach: Solche Pläne seien nie genehmigt worden.
Finanzlage und Ausblick:
Amazon meldete für Q1 2025 einen Umsatz von 155,7 Milliarden US-Dollar (über den Erwartungen) und prognostiziert für Q2 Einnahmen zwischen 159 und 164 Milliarden US-Dollar.
Laut Fitch Ratings dürfte Amazon durch seinen günstigen Ruf Marktanteile gewinnen, auch wenn Preisdruck und Kaufzurückhaltung zunehmen könnten.
Jassy optimistisch:
„In unsicheren Zeiten wenden sich Kunden an Anbieter, denen sie vertrauen“, so Jassy. Amazon wolle diesen Moment nutzen, um seine Marktposition weiter auszubauen – auch in neuen Bereichen wie Werbung und KI.