In Hannover-Misburg läuft heute ein Großeinsatz der Feuerwehr und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen: Rund 3.350 Menschen müssen vorsorglich ihre Wohnungen verlassen, weil ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden soll. Der Fund wurde bei Bauarbeiten entdeckt.
Um den Fundort wurde ein Sicherheitsradius von 1.000 Metern eingerichtet. Innerhalb dieser Zone dürfen sich ab 14 Uhr keine Personen mehr aufhalten. Die Behörden bitten alle Betroffenen, ihre Häuser und Wohnungen rechtzeitig zu verlassen und den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsdienst Folge zu leisten.
Die Evakuierung betrifft nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Geschäfte, Büros und Pflegeeinrichtungen im Umkreis. Wer keine Möglichkeit hat, bei Angehörigen oder Freunden unterzukommen, kann sich in einer Betreuungsstelle in der Sporthalle einer Schule aufhalten, die für diesen Zweck vorbereitet wurde.
Die eigentliche Entschärfung der Bombe kann erst beginnen, wenn der Evakuierungsbereich vollständig geräumt ist. Nach Einschätzung der Einsatzleitung wird das bis in den späten Nachmittag dauern. Eine Rückkehr in die Wohnungen ist frühestens am Abend möglich.
Die Stadt Hannover informiert laufend über den aktuellen Stand per Lautsprecherwagen, Onlinekanäle und lokale Medien. Bereits jetzt ist klar: Der Einsatz ist aufwendig, aber notwendig – aus Gründen der Sicherheit.
Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in Niedersachsen noch immer regelmäßig entdeckt. Allein in Hannover finden mehrere Entschärfungen pro Jahr statt – ein historisches Erbe, das auch heute noch Leben gefährden kann.