Papst Franziskus ist am Montagmorgen im Alter von 88 Jahren in der Casa Santa Marta im Vatikan verstorben. Laut Vatikan erlitt er einen Schlaganfall und Herzversagen. Noch am Ostersonntag hatte er sich in einem letzten öffentlichen Auftritt von der Menge auf dem Petersplatz verabschiedet. Seine letzten Worte, so sein persönlicher Assistent Massimiliano Strappetti, waren: „Danke, dass du mich zurück auf den Platz gebracht hast.“
Die Beerdigung des 266. Papstes findet am Samstag um 10 Uhr auf dem Petersplatz statt. Franziskus hatte sich eine schlichtere Zeremonie gewünscht und Änderungen an den vatikanischen Bestattungsriten vorgenommen. Seine letzte Ruhestätte wird die Basilika Santa Maria Maggiore in Rom sein.
Franziskus hinterlässt ein zwiegespaltenes Erbe. Während viele ihn für seine Reformen und soziale Offenheit – etwa gegenüber Migranten, der LGBTQ+-Gemeinschaft und benachteiligten Gruppen – schätzten, stieß er besonders bei konservativen Kirchenvertretern auf Widerstand. Er bemühte sich um mehr Inklusion und eine Dezentralisierung kirchlicher Macht.
Die Frage nach seinem Nachfolger ist offen. In den kommenden Wochen wird ein Konklave aus 135 wahlberechtigten Kardinälen einen neuen Papst bestimmen. Die Liste möglicher Kandidaten ist international und umfasst unter anderem Namen aus Afrika und Asien – eine Entwicklung, die Franziskus selbst gefördert hatte.
Unterdessen fordern Opfer von Missbrauch durch Geistliche vom nächsten Papst eine Null-Toleranz-Politik und unabhängige Kontrolle kirchlicher Führung. Trotz Reformbemühungen wird Franziskus von vielen als nicht glaubwürdig im Umgang mit Missbrauchsskandalen gesehen.
Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, darunter Donald Trump, Emmanuel Macron und Javier Milei, haben ihre Teilnahme an der Trauerfeier angekündigt.
Papst Franziskus war der erste Papst aus Lateinamerika und wird vielen als eine Stimme für die Schwachen in Erinnerung bleiben.